Personalmagazin Software-Kompendium 2018 - page 12

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HR-SOFTWARE-MONITOR
spezial Softwarekompendium 2018
als hoch bis sehr hoch ein, was wiede-
rum innerhalb aller HR-Prozesse zu
den Spitzenwerten zählt. Das heißt im
Umkehrschluss aber auch, dass 35 Pro-
zent der Befragten den aktuellen Digita-
lisierungsgrad ihrer HR-Prozesse trotz
Softwareeinsatz nur als mittelmäßig bis
sehr niedrig einschätzen. Hier zeigen
sich somit bei vielen Unternehmen An-
satzpunkte für Verbesserungsmöglich-
keiten in den nächsten Jahren.
Die digitale Personalakte könnte
digitaler sein
Die Personalakte ist bei 85 Prozent der
Befragten bereits digitalisiert. Bis 2020
werden nur noch wenige Unternehmen
(vier Prozent) ohne Software in diesem
Bereich auskommen. Die Bereitstellung
erfolgt derzeit bei über der Hälfte der
Befragten On-Premise, doch in Zukunft
planen die Unternehmen vermehrt in
Cloud-Lösungen zu investieren, sodass
der Anteil von cloudbasierter Software
auf 39 Prozent anwächst und nur noch
knapp unter dem von On-Premise-Lö-
sungen liegt.
Die Zufriedenheit mit der eingesetz-
ten Software ist hoch. 77 Prozent der
Teilnehmer sind sehr bis überwiegend
zufrieden mit ihrer Lösung. Den eigenen
Digitalisierungsgrad schätzen jedoch im
Schnitt nur 59 Prozent (62 Prozent der
Unternehmen mit über 2.500 Beschäf-
tigten, 52 Prozent der kleineren) als hoch
bis sehr hoch ein. Das zeigt, dass der
Digitalisierungsgrad bei vielen Unter-
nehmen noch niedrig ist, obwohl 85 Pro-
zent eine Software nutzen. Die Ursache
dafür ist, dass die eingesetzte Software
den mit der Personalakte verbundenen
Aufgabenbereich nicht vollständig digi-
tal abbildet und nicht durchgehend eine
technische Integration mit anderen Pro-
zessen besteht.
Trainingsadministration und
E-Learning sind ausbaufähig
Im Bereich Trainingsadministration und
E-Learning werden Softwarelösungen
nur von 78 Prozent der Unternehmen
genutzt. Deshalb sehen hier viele Un-
ternehmen Handlungsbedarf und wol-
len bis 2020 in eine Softwarelösung in-
vestieren, sodass die Softwarenutzung
dann auf rund 89 Prozent ansteigt. Bei
der Art der Softwarebereitstellung wird
sich dennoch wenig ändern, da bereits
heute viele Unternehmen bei Trainings-
administration und E-Learning eine
Cloud-Lösung nutzen. Derzeit wie zu-
künftig wird somit rund 30 Prozent On-
Premise, 47 Prozent in der Cloud und
circa ein Viertel durch einen Dienstleis-
ter bereitgestellt.
Mit ihrer aktuell eingesetzten Soft-
ware sind nur 62 Prozent der Befragten
überwiegend bis sehr zufrieden. Hier
besteht also seitens der Softwareherstel-
57
62
64
65
59
n = 214; ohne Antwortkategorie „weiß nicht/keine Angabe“; Angaben in Prozent
Digitale Personalakte
Ein hoher Digitalisierungsgrad besteht, wenn eine maximale technische Integration mit
anderen Prozessen erreicht ist und der Gesamtprozess digital abgebildet wird.
DIGITALISIERUNGSGRAD
mittel
Compensation & Benefits
HR Analytics/Reporting/
Personalcontrolling
Personaladministration
sehr hoch/hoch
niedrig/sehr niedrig
Zeitwirtschaft/operative
Personaleinsatzplanung
Trainingsadministration/
E-Learning
Potenzialmanagement
38
3
32
63
5
31
65
4
38
55
7
29
7
28
10
36
52
12
Recruiting/Onboarding
Talent Management
30
13
30
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QUELLE: HR-SOFTWARE-MONITOR 2017, PERSONALMAGAZIN
Performance Manage-
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