Personalmagazin Software-Kompendium 2018 - page 10

10
HR-SOFTWARE-MONITOR
spezial Softwarekompendium 2018
HR-Mitarbeiter auf die Digitalisierung
vorbereitet? Besitzen sie die Fähigkei-
ten, die eine sich immer schneller än-
dernde Hard- und Software verlangt?
Knapp mehr als die Hälfte der Be-
fragten nehmen an, dass ihre HR-
Mitarbeiter gut oder sehr gut auf die
zunehmende Digitalisierung vorbereitet
sind. Dabei liegt die Einschätzung bei
Unternehmen mit mehr als 2.500 Mit-
arbeitern etwas höher als bei kleineren
Unternehmen. Insgesamt 39 Prozent
schätzen die Digital Readiness der Mitar-
beiter als mittelmäßig ein und fast jeder
Zehnte schätzt sie sogar als weniger gut
oder nicht gut ein.
Dieses Ergebnis zeigt, dass die Unter-
nehmen ihre Mitarbeiter überwiegend
als digital kompetent einschätzen. Damit
der HR-Bereich bei der Digitalisierung
seiner Vorreiterrolle gerecht werden
kann, sollte bei Neueinstellung und
Qualifizierungsmaßnahmen die Digital
Readiness des Mitarbeiters zunehmend
mitberücksichtigt werden.
HR-Software heute und 2020 –
was ist, was wird geplant
Wie hoch nun der Reifegrad innerhalb
der einzelnen HR-Prozesse ist, zeigt
der HR-Software-Monitor anhand ganz
konkreter Fragen zur Ist-Situation und
zur Planung bis 2020. Um die Entwick-
lungen in den einzelnen Bereichen ab-
schätzen zu können, wurden die Unter-
nehmen nach der Art der technischen
Bereitstellung der von ihnen genutzten
Software befragt. Dabei wurde unter-
schieden zwischen
• On-Premise (Das Unternehmen er-
wirbt das Softwareprogramm und
betreibt dieses auf eigener Hardware
selbst.)
• Cloud Services/Software-as-a-Service
(Standardisierte Software Services
für Unternehmen, die über das Inter-
net zur Verfügung gestellt werden.)
• Outsourcing (Software wird von ei-
nem Dienstleister gehostet.)
Die Einzelergebnisse sind im Schaubild
auf Seite neun dargestellt. In die nach-
folgende Auswertung für die einzelnen
Prozesse fließen gleichzeitig auch die
Ergebnisse zweier weiterer Fragen-
komplexe ein: Zum einen wurden die
Teilnehmer gefragt, wie hoch sie den
Digitalisierungsgrad des betreffenden
HR-Prozesses einschätzen (siehe Schau-
bild Seite 10), zum anderen, wie zufrie-
den sie mit der aktuell verwendeten
HR-Software sind (siehe Schaubild Seite
11). Als hoher Digitalisierungsgrad wird
dabei die Stufe eines Prozesses defi-
niert, in der er bestmöglich technisch in
andere Prozesse integriert ist und der
Gesamtprozess digital abgebildet wird.
Personaladministration: Investitionen
zugunsten cloudbasierter Software
Die Personaladministration mit den
Bereichen Personalstammdaten und
Entgeltabrechnung/bAV wird in na-
hezu allen Unternehmen (96 Prozent)
durch eine Softwarelösung unterstützt.
Betrachtet man die Angaben zum heu-
te vorhandenen Liefermodell für die
Bereitstellung der Software und dem
geplanten für 2020, so zeigt sich, dass
zukünftig der Anteil der On-Premise-
Software um über 10 Prozentpunkte
zurückgehen wird und der Anteil cloud-
basierter Software in ungefähr diesem
Maße zunimmt. Dennoch: Auch 2020
wird Personaladministrations-Software
noch überwiegend als On-Premise-
Lösung bereitgestellt werden. Die Um-
stellung auf Cloud-Lösungen geht hier
langsamer voran als bei anderen HR-
Prozessen.
79 Prozent der Unternehmen sind
sehr bis überwiegend zufrieden mit ih-
rer Software, das ist die höchste Platzie-
rung innerhalb aller HR-Prozesse. Den
Digitalisierungsgrad im Bereich Perso-
naladministration schätzen 65 Prozent
1,2,3,4,5,6,7,8,9 11,12,13,14,15,16,17,18,19,20,...76
Powered by FlippingBook