PERSONALMAGAZIN_07/2016 - page 41

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07/16 personalmagazin
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
terschiedlich und unterschiedlich stark
betroffen. Aber es ist zu vermuten, dass
der Anteil der Ausbildungsbetriebe, für
die Digitalisierung und Industrie 4.0 ei-
ne Rolle spielen, größer sein dürfte als
die 35 Prozent der Befragungsteilneh-
mer, die mit „Ja“ geantwortet haben.
Diese Vermutung wird durch ein wei-
teres Studienergebnis bekräftigt: 62
Prozent der befragten Ausbildungsver-
antwortlichen sind der Ansicht, dass
im Zusammenhang von Digitalisierung
und Industrie 4.0 andere Ausbildungsin-
halte benötigt werden. 29 Prozent erwar-
ten, dass Digitalisierung und Industrie
4.0 wesentlich höhere Investitionen in
die Berufsausbildung zur Folge haben
werden. Und 45 Prozent meinen, dass
künftig eine völlig andere Schulung der
Ausbilder benötigt wird.
Ausbilder müssen zukunftsfit werden
Doch nur in 17 Prozent der Unterneh-
men sind Ausbildungsverantwortliche
schon jetzt auf die entsprechenden In-
halte geschult. Die rund 60 Kommen-
tare in den Freitextfeldern zur Frage
„Sind Ihre Ausbilder-/innen auf diese
Inhalte der digitalen Transformation ge-
schult?“ zeigen, dass das Thema für die
Betriebe relativ neu ist und sich gerade
erste Überlegungen zur Aktualisierung
der Ausbildungsinhalte konkretisieren.
Von „ersten Ansätzen“ berichten einige
Teilnehmer. Andere Ausbildungsverant-
wortliche sind etwas weiter und geben
an: „Neue Qualifikation in Planung ab
Mitte/Ende 2016“. Einige Kommentare
verweisen auf die schulende Wirkung
des „Tagesgeschäfts“ der Ausbilder oder
auf „Selbstschulung durch Lektüre und
Kontakte“. Ein Teilnehmer äußert sich
zur Unsicherheit beim Thema: „Wer
kennt jetzt schon alle Aspekte der Digi-
talisierung und deren Auswirkungen?
Das wird eine gemeinsame Reise.“
Und wie denken (angehende) Azubis
über die mit Digitalisierung und Indus-
trie 4.0 verbundenen Veränderungspro-
zesse? Dazu wurden den Teilnehmern
verschiedene Statements vorgelegt, bei
denen sie jeweils auf einer Skala von
Null bis 100 bewerten sollten, ob ihnen
diese Entwicklungen eher „Angst“ oder
„Hoffnung“ machen.
Azubis zwischen Hoffnung und Angst
Das Statememt „Die Arbeitswelt wird
immer stärker digitalisiert“ lieferte fol-
gendes Ergebnis: Nur 28 Prozent der be-
fragten Azubis und Schüler verbinden
mit der zunehmenden Digitalisierung
Angst und 51 Prozent Hoffnung. Das
Statement „einfache, sich wiederholen-
de Tätigkeiten werden von Maschinen
übernommen“ ruft bei 52 Prozent der
Befragten Angst und nur noch bei 30
Prozent Hoffnung hervor.
Bei der Aussicht auf maschinelle In-
telligenz (Statement „In Zukunft werden
Maschinen mit Maschinen kommunizie-
ren“) werden Transformationsprozesse
für eine größere Mehrheit der Befragten
zur Angstvorstellung: 67 Prozent nei-
gen hier dem Pol „Angst“ zu, bei „Hoff-
nung“ sind es nur noch 20 Prozent. Je
stärker also Maschinen an die Stelle des
Menschen treten und von Menschen
unabhängig agieren, desto größer ist
In der Personalabteilung
Die größte Bedeutung nimmt die duale Ausbildung in den Personalabteilungen der
befragten Unternehmen ein. Hoch ist auch die Relevanz in den Fachabteilungen.
QUELLE: U-FORM TESTSYSTEME, 2016
BEDEUTUNG DER AUSBILDUNG
gering oder sehr gering
Angaben in Prozent
In den Fachabteilungen
Bei der Geschäftsleitung
hoch oder sehr hoch
7
76
5
71
11
64
Persönliche Empfehlungen
Die vier am häufigsten genutzten Kanäle und Medien für die Suche nach einem passen-
den Ausbildungsplatz: Persönliche Kontakte stehen aus Sicht der Bewerber weit oben.
QUELLE: U-FORM TESTSYSTEME, 2016
KANÄLE FÜR DIE AUSBILDUNGSSUCHE
häufig bis sehr häufig
mittel
47
28
25
Persönlicher Rat von Eltern
38
28
34
Anzeigen in Jobbörsen
(z.B. Blicksta, ausbildung.de)
35
23
43
Karriereseiten von
Unternehmen
34
24
43
selten bis nie
Angaben in Prozent
1...,31,32,33,34,35,36,37,38,39,40 42,43,44,45,46,47,48,49,50,51,...92
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