PERSONALMAGAZIN_07/2016 - page 31

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07/16 personalmagazin
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© ILLUSTRATIONEN: CHRISPY SIMON, BERLIN
Das Team überlegt sich vor Beginn des Spiels
teamrelevante Szenarien, in denen Entscheidungen
getroffen werden müssen, sei es zur Ausgestaltung
des Projektdesigns, zur Einstellung neuer Team-Mit-
glieder oder anderer Themen. Jeder Spieler überlegt
sich nun im Stillen, welches Delegationslevel er bei
dieser Entscheidung wählen würde. Wenn sich alle
Spieler entschieden haben, werden die Karten auf-
gedeckt. Die Spieler mit den jeweils höchsten und
niedrigsten Werten begründen nun ihre Entschei-
dung. Das Ziel ist es, in der (zeitlich begrenzten)
Diskussion zu einem Konsens zu kommen und in
einer weiteren Spielrunde erneut „pokern“ zu las-
sen, bis ein einstimmiges Ergebnis erzielt wird und
das nächste Szenario gespielt werden kann. Die Er-
gebnisse können schriftlich fixiert werden, beispiels-
weise auf einem „Delegation Board“. Zusätzliche
Regeln sind denkbar, wie etwa das Missachten des
höchsten oder niedrigsten Wertes, sofern dieser nur
von einem Team-Mitglied gezogen wurde.
Spieldurchführung
„Delegation Poker“ bietet die Möglichkeit, die Delegation von
Aufgaben, Entscheidungen und Verantwortung auf Augenhöhe zu
diskutieren und Transparenz für diese Entscheidungsprozesse zu
ermöglichen. Es soll in erster Linie zum Diskurs anregen, um Vor-
und Nachteile der jeweils möglichen Delegationsgrade abzuwägen
und die für das Team bestmögliche Form zu finden.
Nutzen des Spiels
Wir treffen häufiger auf Führungskräfte, die zwar bestrebt
sind, ihr Team stärker zu „enablen“, aber nicht so recht wis-
sen, wie ihnen das gelingen soll. „Delegation Poker“ hilft ih-
nen, sich ohne Risiko falscher vorschneller Entscheidungen der
Thematik zu nähern. Im Gespräch mit ihrem Team bekommen
sie ein Gespür für den jeweils richtigen Grad der Delegation.
HR-Pioneers-Erfahrungsbericht
Jeder Spieler erhält vor dem Spiel einen Satz mit
Karten, die von 1-7 durchnummeriert sind. Jede
Nummer bedeutet eine unterschiedliche Ebe-
ne der Delegation. „1“ entspricht „Verkünden“,
die Führungskraft teilt dem Team lediglich die
Entscheidung mit. „2“ bedeutet „Verkaufen“, das
heißt, die Führungskraft entscheidet, versucht aber
das Team von der Richtigkeit der Entscheidung
zu überzeugen. Auf Stufe „3“, „Befragen“, holt
sich die Führungskraft vor ihrer Entscheidung Rat
beim Team ein. Bei Stufe „4“ „Einigen“ bemühen
sich Team und Führungskraft, einen Konsens zu
finden. Ab Stufe „5“ „Beraten“ verschiebt sich das
Gleichgewicht in die andere Richtung: Hier berät
die Führungskraft, das Team aber entscheidet. Auf
Stufe „6“ trifft das Team die Entscheidung, die Füh-
rungskraft erkundigt sich aber nach dem Ergebnis.
Stufe „7“ schließlich entspricht „Delegieren“, auf
der das Team vollkommen autonom entscheidet.
Spielvorbereitung
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