Die Unternehmensgruppe Theo Müller
arbeitet international an 23 Standorten.
Europaweit gelten nun in allen Betrieben
die selben Vergütungsregeln.
Müller, Weihenstephan, Homann Fein-
kost, Nadler – zur Unternehmensgruppe
Theo Müller (UTM) gehören heute zahl-
reiche bekannte Marken. Gegründet 1896,
hat sich das Familienunternehmen von
einer Dorfmolkerei bis heute zu einem
internationalen Lebensmittelkonzern
entwickelt. Mit 23 Produktionsstätten
und rund 27.500 Mitarbeitern generiert
die UTM einen Umsatz von sechs Mil-
liarden Euro.
Doch mit steigender Größe veränder-
ten sich auch die Herausforderungen.
Im Laufe der Jahre entwickelten sich
die Vergütungsstrukturen und -prozes-
se an den unterschiedlichen Standorten
in unterschiedlicher Geschwindigkeit.
Neu entstehende Anforderungsprofile
passten nicht mehr zu den vorhande-
ent und einheitlich über alle Standorte
hinweg aufzustellen, holte sich die Müller
Gruppe schließlich die Unternehmens-
beratung Willis Towers Watson ins Boot.
Übersichtliche Vergütung
für bessere Vergleichbarkeit
In einem ersten Schritt begannen die ex-
ternen Experten, alle Positionen – vom
Pförtner bis zur Geschäftsführung – zu
strukturieren, um zwischen leitenden
und nicht-leitenden Funktionen zu un-
terscheiden. „Dabei wurde auch ersicht-
lich, wo Cluster oder Zwischenebenen
sinnvoll sind. Solche Maßnahmen sind
gerade bei schnell wachsenden Unter-
nehmen oft notwendig“, erläutert Florian
Frank, Leiter Rewards bei Willis Towers
nen Positionen. Insgesamt erwiesen sich
die excel-basierten Vergütungsprozesse
in einem mittlerweile international tä-
tigen Unternehmen als zu schwerfällig
und ineffizient. „Es gab zum Teil erheb-
liche Unterschiede zwischen Positionen
und Anforderungsprofilen“, beschreibt
Dr. Tim Bisping, HR Director bei der
Unternehmensgruppe Theo Müller, die
Ausgangslage. „Durch die fehlende Ver-
gleichbarkeit konnten wir nur bedingt
eine wettbewerbsfähige und ausgewoge-
ne Vergütung über die gesamte Organi-
sation sicherstellen. Das erschwerte die
Suche nach passenden Mitarbeitern für
bestimmte Positionen und Standorte.
Angesichts des Fachkräftemangels gab
es hier also viel Potenzial.“ Um die Ver-
gütungsstrukturen und -prozesse effizi-
Vergütungssoftware
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