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zu tun haben. Und das passiert nur, wenn
die Firma Mitarbeiter hat, die gerne bei
ihr arbeiten und sich wohlfühlen.“ Ob-
wohl der Kulturwechsel bei ADP in ers-
ter Linie ein interner Ansatz ist, geht es
doch auch um die Kundenzufriedenheit.
So gelte es etwa die Kundenbedürfnisse
frühzeitig zu erkennen, den jeweiligen
Anliegen kontinuierlich nachzugehen
und Lösungen in Zusammenarbeit mit
den Klienten zu entwickeln, ist van Tuijl
überzeugt: „Die Leute sind es gewohnt,
mit wenigen Clicks zum Ziel zu kommen
und werden im betrieblichen Umfeld
nicht mehr bereit sein, komplizierte An-
wendungen zu bedienen“, antwortet er
auf die Frage nach den Neuerungen im
Zuge der Digitalisierung. Deshalb betrei-
be ADP auch ein sogenanntes „Innova-
tion Lab“, in dem kontinuierlich an ent-
sprechenden Fragestellungen, etwa der
Usability oder der Einbindung mobiler
Anwendungen, gearbeitet würde.
Synergien bei SD Worx und Fidelis HR
Einen ebenso kundenzentrierten An-
satz verfolgen auch SD Worx und Fidelis
HR, die durch ihre Fusion nicht nur die
„Wir sehen Fidelis HR als einen wichti-
gen Teil der SD Worx-Gruppe an“, sagt
Van Mol, „die Synergien, die wir durch
den Zusammenschluss nutzen können,
ergeben eine Gleichung, in der eins und
eins gleich drei ergibt, und zwar sowohl
im Hinblick auf den lokalen deutschen
als auch den globalen Markt.“ Mit die-
ser Formel sehen sich die beiden HR-
Dienstleister für die Zukunft gerüstet.
Gute Aussichten im BPO-Markt
Grund zur Zuversicht haben die Anbie-
ter von Payroll BPO Services allemal:
Der „Gartner Magic Quadrant for BPO
Services“, der ADP und SD Worx zu den
weltweit größten Anbietern zählt, prog-
nostiziert bis 2019 jährliche Wachstums-
raten von 5,1 Prozent für den gesamten
HR-BPO-Markt. Die Wachstumsraten im
Markt für das Outsourcing von Lohn- und
Gehaltsabrechnungen lägen sogar bei 5,3
Prozent bis 2019. Das größte Potenzial se-
hen die Marktforscher dabei im asiatisch-
pazifischen Raum – hier sei das Outsour-
cing von HR-Prozessen bei Weitem noch
nicht so weit vorangeschritten wie etwa
in Nordamerika oder Westeuropa.
Position am deutschen Markt gestärkt
haben: Durch den Zusammenschluss
solle nämlich ebenfalls ein erweitertes
Dienstleistungsspektrum und damit ein
Serviceplus entstehen, ist von den Un-
ternehmen zu erfahren. Diesen Prozess
will man möglichst fließend gestalten,
indem die bestehenden Lösungs- und
Leistungsportfolios weiterhin erhalten
werden: „Es ist uns sehr wichtig, dass
die Kontinuität in Hinsicht auf Produk-
te, Dienstleistungen und Ansprechpart-
ner vollständig gewährleistet bleibt“,
sagt Jörg John, der Geschäftsführer von
Fidelis HR, und fügt hinzu: „Natürlich
werden wir die jetzt gegebenen Mög-
lichkeiten nutzen, international anzu-
bieten und das Angebot um weitere
Lösungen der Kooperationspartner der
Payroll Service Alliance ergänzen, um
unseren Kunden weitere Services an-
bieten zu können.“ Die beiden Firmen
würden sich aufgrund der ähnlichen
Unternehmenskultur und der Gemein-
samkeiten im Dienstleistungsspektrum
ohnehin gut ergänzen, betont John.
Dieser Meinung ist auch Jan Van Mol,
Head of Global Alliances bei SD Worx: