PERSONALMAGAZIN_07/2016 - page 59

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07/16 personalmagazin
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
häufig keine wirkliche Vertretung für
Urlaub oder Krankheit vorgehalten; es
wäre sicher auch schwierig, mehrere
Mitarbeiter in diesem doch sehr komple-
xen Fachgebiet auszubilden.
Generell zeichnet sich ab, dass das
Fachwissen im Entgeltbereich immer
umfassender wird: Dies birgt erheb-
lichen Aufwand, um immer auf einem
aktuellen Stand zu bleiben. Verschiedene
Beschäftigungsverhältnisse erfordern je-
weils andere Arten der Abrechnung. Um
hier den Überblick zu behalten, bedarf es
sehr guter Kenntnisse der Lohnbuchhal-
tung. Sich ab und an mit Einzelfällen zu
beschäftigen, ist zeit- und damit kosten-
intensiv und birgt Fehlerpotenzial. Gene-
rell gilt: Je komplizierter eine Lohn- und
Gehaltsabrechnung aufgrund spezieller
betrieblicher Regelungen oder branchen-
bedingter Besonderheiten (zum Beispiel
Baugewerbe) ist, desto eher ist eine Aus-
lagerung sinnvoll.
Die Komplexität der Abrechnungen
wird weiter zunehmen
Darüber hinaus haben die der Lohnab-
rechnung zugeordneten Aufgaben in
den letzten Jahren deutlich zugenom-
men und und werden sich der Tendenz
nach noch weiter ausdehnen. Die ers-
ten Ansätze in diese Richtung bargen
die Projekte „ELENA“ (elektronisches
Entgeltnachweis-Verfahren) und „BEA“
(Bescheinigungen elektronisch anneh-
men) mit der Verlagerung zur Aus-
stellung von Bescheinigungen auf den
Arbeitgeber. Fortsetzung fand dies in
der Einführung von „ELStAM“ seitens
der Finanzbehörden, wodurch das Auf-
gabenspektrum der Lohnbuchhaltung
deutlich umfangreicher wurde.
Die weiteren Veränderungen, die
durch die Rückmeldeverfahren der
Krankenkassen eingeführt wurden, zum
Beispiel im Bereich der Mehrfachbe-
schäftigungen, setzen diesen Trend fort
und die für die Folgejahre ersonnenen
Ansätze (die zum Glück 2016 noch nicht
technisch ausgereift waren) werden wei-
ter Aufgaben von den Krankenkassen zu
Lohn- und Gehalts­
abrechnung
Welche Aufgaben ausgelagert werden sollen, hängt von der Betriebsgröße ab: Kleinstun-
ternehmen wollen die Lohnabrechnung abgeben, große eher die Reisekostenabrechnung.
QUELLE: ENNEMOSER/AUREN
WELCHE AUFGABEN WÜRDEN SIE AUSLAGERN?
Angaben in Prozent
82
Reisekosten­
abrechnung
71
65
63
35
30
63
72
79
81
Rekrutierung
16
35
27
44
37
Personalbetreuung
und -administration
30
56
43
37
41
Betreuung
Betriebliche Alters-
versorgung
5
67
71
76
kaum Fälle
Betreuung
Versorgungsbezugs-
empfänger
5
11
61
65
kaum Fälle
Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern
Unternehmen mit über 30 bis 100 Mitarbeitern
Unternehmen mit über 100 bis 500 Mitarbeitern
Unternehmen mit über 500 bis 1.000 Mitarbeitern
Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern
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