personalmagazin bAVspezial 4/2015 - page 25

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an katharina.
04/15 spezial bAV
Darum prüfe, wer sich bindet …
AUSLESE.
Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung untersuchte bereits zum dritten
Mal die bAV-Kompetenz deutscher Versicherer. Viele Hausaufgaben sind gemacht.
Von
Thomas Dommermuth
und
Günther Unterlindner
D
ie betriebliche Altersversor-
gung muss für Mitarbeiter
von Klein- und Mittelbetrie-
ben selbstverständlich wer-
den – so steht es im Koalitionsvertrag
der aktuellen Bundesregierung. Bereits
in der letzten Legislaturperiode sollte die
betriebliche Altersversorgung zur Ver-
meidung der Altersarmut in Deutschland
wieder deutlich mehr Gewicht erhalten.
Nach Ansicht des Instituts für Vorsorge
und Finanzplanung (IVFP) wurden über-
fällige Hausaufgaben auf Anbieterseite
zielführender angegangen als auf gesetz-
licher Ebene.
Das unabhängige IVFP – wie auch der
GDV als Interessensvertreter der deut-
schenVersicherungswirtschaft (und somit
der bAV-Anbieter) – plädieren seit Jahren
für eine Optimierung der staatlichen För-
derung sowie für Entbürokratisierung
Nachgebessert: Die früheren Kritikpunkte „unvollständige Unterlagen“ und „schlechter
Service“ haben die Anbieter nun im dritten bAV-Rating beseitigt.
und Vereinfachung des Betriebsrentensy-
stems. Im Einzelfall heißt dies: Erhöhung
des Fördervolumens zur betrieblichen
Altersversorgung, keine oder geringere
Belastung mit Kranken- und Pflegeversi-
cherungsbeiträgen in der Leistungsphase
(dafür entsprechend eine geringere Entla-
stung in der Beitragsphase), automatische
Entgeltumwandlung mit Opting-Out-Mög-
lichkeit und die „Entkriminalisierung“
der Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF)
durch das Bundesministerium der Finan-
zen (BMF).
Genau solche wohlüberlegten Ansätze
werden durch die Arbeits- und Sozialmi-
nisterin torpediert. Das BMAS hat einen
– mittlerweile aktualisierten – Gesetzes­
entwurf vorgelegt, der die Grundlage
für ein weiteres bAV-System mit neuen
Sonderregeln schafft, anstatt die ge-
nannten Probleme zu beseitigen.
Eine interaktive Analyse
In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn
je, einen verlässlichen Partner auf seiner
Seite zu wissen. Bereits zum dritten Mal
hat das IVFP deshalb die „bAV-Kompe-
tenz“ deutscher Versicherungsunterneh-
men intensiv unter die Lupe genommen.
Im Rating hat das IVFP 28 Teilnehmer
anhand von 86 Einzelkriterien geprüft
und bewertet.
Bemerkenswert: Erneut hat sich eine
gestiegene Teilnehmerzahl der Analyse
gestellt, was zeigt, welchen Stellenwert
das Rating in der Branche hat. Im Ge-
gensatz zu den allein auf öffentlichen
Informationen basierenden Produktra-
tings des Instituts handelt es sich beim
bAV-Kompetenz-Rating um eine interak-
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SPEZIAL BAV
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