personalmagazin 07/2015 - page 11

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07/15 personalmagazin
men hausgemachte Führungsprobleme.
Der Übergang in der Geschäftsführung
von Hans Böhm zu Gerald Frick miss-
lang, da Frick nach kurzer Zeit wieder
abtrat. Stephan Lauer, der diese Zeit als
Vorstandsvorsitzender der DGFP zu ver-
antworten hat, ließ fast ein Jahr verstrei-
chen, bis er mit Frau Heuer eine neue
Geschäftsführerin präsentieren konnte.
Für die Weiterentwicklung verlor die
DGFP wertvolle Jahre, was jetzt erstmals
in den Zahlen sichtbar wurde.
Fortsetzung des Erneuerungskurses
Auf der Mitgliederversammlung haben
Vorstand und Geschäftsführung ein Re-
strukturierungsprogramm vorgestellt,
mit dem sie die DGFP aus den roten
Zahlen und in eine erfolgreiche Zukunft
führen wollen. Der mit Katharina Heu-
er eingeschlagene Erneuerungskurs
wird fortgesetzt, wie der Vorstandsvor-
sitzende Dr. Gerhard Rübling erklärte:
„Wir haben in den vergangenen zwei
Jahren für unsere Mitglieder erlebbare
Akzente für eine neue DGFP setzen kön-
nen, aber es liegt noch ein großer Teil
der Wegstrecke hin zu einer offeneren,
attraktiveren und insbesondere mitglie-
derorientierteren DGFP vor uns.“
Die geplanten Veränderungen sind
gravierend. Die Zentrale wird von Düs-
seldorf nach Frankfurt am Main verlegt.
Die Hauptstadtrepräsentanz in Berlin
bleibt erhalten, während die Niederlas-
sungen in Düsseldorf, Hamburg, Leip-
zig, München und Stuttgart geschlossen
werden. Katharina Heuer spricht des-
halb zu Recht von einem Strategiewech-
sel: „Die räumliche Präsenz wird durch
eine flexible Präsenz in den Regionen
abgelöst.“ Die DGFP wird sich nicht aus
den Regionen zurückziehen, sondern
noch mehr Präsenz mit Veranstaltungen
und Weiterbildungsangeboten dort zei-
gen – nur nicht mehr in eigenen Räum-
lichkeiten.
Von der Zentralisierung der Organi-
sation in Frankfurt verspricht sich die
DGFP vor allem Effizienzvorteile bei der
Abwicklung ihrer Geschäfte. Der mit
dem Strategiewechsel verbundene Per-
sonalabbau soll sozialverträglich statt-
finden. „Wir bieten unserenMitarbeitern
einen Arbeitsplatz in Frankfurt an“, sagt
Frau Heuer, weiß aber auch, dass ein
Umzug nicht für alle möglich ist. „Wir
führen mit den Mitarbeitern intensive
Gespräche und werden Sie unterstüt-
zen, eine Anschlussbeschäftigung zu
finden“, so Heuer.
Vor-Ort-Präsenz bis Dezember
Alle Leistungsangebote der Niederlas-
sungen bleiben bis 31. Dezember 2015
in den eigenen Räumlichkeiten, ab 1. Ja-
nuar 2016 werden diese neu organisiert.
Die Präsenz in den Regionen bleibt ein
wichtiges Ziel der Geschäftsführung.
Da evolutionäre Veränderungen in der
Vergangenheit zu behäbig umgesetzt
wurden, versucht sich die DGFP, jetzt
mit einer Restrukturierung im Schnell-
durchgang zu erneuern. Einen wesentli-
chen Erfolgsfaktor sieht Katharina Heu-
er dabei in der Zusammenarbeit mit den
Mitgliedern. „Wir wollen noch enger mit
den Mitgliedern zusammenarbeiten.
Den Erfa-Gruppen kommt dabei eine be-
sondere Bedeutung zu.“
Die Mitgliederversammlung hat die
eingeleiteten Schritte ohne Gegenstimme
verabschiedet. Vorstand und Geschäfts-
führung wurden für die Jahre 2013 und
2014 entlastet. Der Weg für eine weitere
Erneuerung der DGFP, den die Organisa-
tion braucht, ist damit frei.
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