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REGIONREPORT
RHEIN-NECKAR
I
CORPORATES
I
m Jahr 2015 betrug das Transaktions-
volumen von Corporates nach Berech-
nungen der InitiativeUnternehmensim-
mobilien 1,93Milliarden Euro, 19 Prozent
mehr als im Vorjahr. Die dynamische
Marktphase drückte auch bei den Unter-
nehmensimmobilien, zu denen Logistik-,
Produktions-, Transformationsimmobili-
en und Gewerbeparks zählen, spürbar die
Renditeniveaus. Die Durchschnittsrendite
gab kategorienübergreifend um180 Basis-
punkte auf 8,1 Prozent nach. Die Initiative
sieht die Gründe hierfür in der deutlich
gesteigerten Wahrnehmung bei den Ak-
teuren auf dem institutionellen Immobi-
lienanlagemarkt und der erhöhten Trans-
parenz innerhalb der Asset-Klasse. Unter-
nehmensimmobilien rücken immer mehr
in die Richtung von Core-Investments
– steigende Fungibilität, überschaubares
Risiko und nachhaltig gesicherteMietein-
nahmen machen sie im Wettbewerb mit
klassischen Asset-Klassen wie Büro oder
Einzelhandel offensichtlich sehr attraktiv.
AUF DEM WEG ZUR SMART FACTORY
Die
Produktion der Zukunft, Industrie 4.0
genannt, ist gekennzeichnet durch immer
kürzere Produktlebenszyklen, eine starke
Individualisierung der Produkte und
hochflexible Fertigungsprozesse. Kunden
und Geschäftspartner werden direkt in
Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse
eingebunden, die Produktion mit hoch-
wertigen Dienstleistungen verbunden.
Die Digitalisierung vereint bei diesem
Produktionstyp reale und virtuelle Welt,
indem sieMaschinen, Menschen undOb-
jektemit Informations- und Kommunika-
tions-Systemen vernetzt.
Die Metropolregion Rhein-Neckar
verfügt durch die hohe Bedeutung des
Unternehmensimmobilien im Aufwind
Die Veränderungen der Produktions- und Logistikprozesse im Zuge der Digitalisierung spiegeln
sich in der Architektur und den technischen Anforderungen an die Corporates wider. Ihre
Drittverwendungsfähigkeit steigt, und Investoren entdecken sie als attraktive Asset-Klasse.