16
REGIONREPORT
RHEIN-NECKAR
I
BÜRO
Immobilienmarkt. So hat die pulsierende
Region an Rhein undNeckar im Jahr 2015
beachtliche 123.000 Quadratmeter Büro-
fläche umgesetzt – und das bei lediglich
12.000 Quadratmetern Eigennutzeranteil.
MANGEL AN MODERNEN FLÄCHEN
DieMiet-
preise haben noch einmal kräftig zugelegt,
sodass sich die 15 Euro pro Quadratme-
ter als Spitzenmiete in der Metropolregi-
on Rhein-Neckar als nachhaltig erwiesen
haben. Vereinzelt werden Flächen schon
für 16 Euro pro Quadratmeter vermietet.
Grund dafür ist der Mangel an hoch-
wertigen und großflächigen Büros. Die
Durchschnittsmiete liegt zwischen 10 und
12 Euro pro Quadratmeter, je nach Stadt
und Stadtgebiet, wobei in Ludwigshafen
der eher ungewöhnliche Fakt einer gegen-
über der Spitzenmiete höher gewichteten
Durchschnittsmiete eingetreten ist, da der
größte Deal auch der teuerste war.
Bei knapp 3,9 Millionen Quadratme-
ter Büroflächenbestand weist die Metro-
polregion Rhein-Neckar eine niedrige
Leerstandsquote von etwa 4,7 Prozent auf.
Mangel an modernen Flächen kennzeich-
net denn auch vornehmlich das Marktge-
schehen. 2016 werden Projekte in einer
Größenordnung von lediglich rund 19.000
Quadratmetern fertiggestellt, davon sind
schon jetzt nur noch rund 5.700 Quadrat-
meter verfügbar. Flächenknappheit, hohe
Nachfrage und wenig Neubauprojekte
machen in den nächsten Jahren einen
weiterenAnstieg der Spitzenmiete und der
Durchschnittsmiete unausweichlich. Um
jeden Quadratmeter moderner Flächen
B-Standorte mit 1A-Qualität
Positive Aussichten für den Büromarkt in der Zwei-Flüsse-Metropolregion: Auch wenn die
einzelnen Städte im Raum Rhein-Neckar nicht mit den Big-7-Standorten in Deutschland
mithalten können – der Büromarkt in der Region zeichnet sich durch Kontinuität und Stabilität
aus, was für Eigentümer und Nutzer ein deutlich geringeres Risiko bedeutet.
Z
wei Flüsse, zwei Häfen, eine exzel-
lente Infrastruktur, 2,6 Millionen Ein-
wohner und ein attraktives Umland
an der Weinstraße in der Pfalz und an
der Bergstraße am Fuß des Odenwalds:
Die Metropolregion Rhein-Neckar, im
Dreiländereck von Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Hessen gelegen, ist
nicht von ungefähr im renommierten Eu-
ropean Regional Economic Growth Index
(EREGI) von LaSalle seit Langem unter
den Top-20-Standorten Europas vertreten
und zählt zu den sieben stärksten Wirt-
schaftszentren Deutschlands.
Gewiss können die einzelnen Städte
„immobilientechnisch“ nicht mit den
Big 7 Deutschlands mithalten. Eine Stadt
wie Ludwigshafen zumBeispiel leidet un-
ter einer verödeten Innenstadt und unter
über Jahrzehnte kumulierten Planungs-
und Bausünden. Aber die linksrhei-
nische Industriestadt ist die Ausnahme
und könnte durch Investments etwa in
das „Metropol“ oder durch neue Bauflä-
chen nach dem Abriss der Hochstraße
profitieren. Mannheim und Heidelberg
indes haben international vorzeigbare
Bürostandorte und -standards zu bieten
und machen die Metropolregion Rhein-
Neckar fraglos zu einer konkurrenzfä-
higen Größe im nationalen und interna-
tionalen Wettbewerb der Standorte.
Dax-Konzerne wie BASF, Heidel-
bergCement und SAP sowie Unterneh-
men wie MLP, Heidelberger Druckma-
schinen, Südzucker oder Bilfinger haben
ihren Firmensitz in der Metropolregion
Rhein-Neckar – und beleben auch den
MANNHEIM:
Spitzenmiete:
15,00 EUR/m²
Durchschnittsmiete: 11,80 EUR/m²
Flächenumsatz:
57.400 m²
Top Deal: Etengo (Deutschland) AG
5.500 m²
STANDORT-FAKTEN 2015
LUDWIGSHAFEN:
Spitzenmiete:
10,00 EUR/m²
Durchschnittsmiete: 10,10 EUR/m²
Flächenumsatz:
15.200 m²
Top Deal:
Technische Werke
Ludwigshafen: 8.900 m²
HEIDELBERG:
Spitzenmiete:
15,00 EUR/m²
Durchschnittsmiete: 12,00 EUR/m²
Flächenumsatz:
50.100 m²
Top Deal:
Heidelberger Lebens-
versicherung AG: 3.900 m²