REGION_REPORT_RHEIN_NECKAR 06/2016 - page 26

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REGIONREPORT
RHEIN-NECKAR
I
ÖFFENTLICHE BAUTEN
Hopp-Stiftung finanziert Baukosten und
Erstausstattungmit 12MillionenEuro. Die
Fertigstellung ist für 2017 geplant. „Dass
nach dem 2008 eröffneten und erheblich
von privater Seite gefördertenNeubau der
Kinderklinik auch die jetzige Aufstockung
aufgrund der großzügigen Spende der
Dietmar-Hopp-Stiftung verwirklicht wer-
den kann, ist keine Selbstverständlichkeit“,
betont Wissenschaftsministerin Theresia
Bauer. Dies zeige die große Verbunden-
heit regionaler Förderer, denen ebensowie
dem Land Baden-Württemberg die medi-
zinische Versorgung der Metropolregion
Rhein-Neckar am Herzen liege.
CAMPUS DER UNI MANNHEIM WÄCHST
Im Innenstadtquadrat B 6 in Mannheim
entsteht ein neues Forschungs- und
Lehrgebäude der Universität. Fertigge-
stellt werden soll das Gebäude mit 5.000
Quadratmetern Nutzfläche Anfang 2017.
Neben knapp 160 Arbeitsplätzen erhält
die Immobilie Seminar- und Unterrichts-
räume sowie Aufenthaltsflächen. Unter
anderem die Doktoranden der Graduate
School of Economic and Social Sciences
(GESS) und die Mitarbeiter des „Sonder-
forschungsbereichs Politische Ökonomie
von Reformen“ bekommen hier eine neue
Wirkungsstätte. „Das neue Forschungs-
und Lehrgebäude macht es möglich, dass
teure Anmietungen aufgegeben werden
können“, sagt Uni-Rektor Professor Ernst-
Ludwig von Thadden. Zudem schließe
die Universität mit dem Bau gleichzeitig
eine der letztenWeltkriegswunden in den
Quadraten der Stadt. Den größten Teil der
Baukosten – 20 von veranschlagten 22
Millionen Euro – trägt die Universität.
W
ichtigster Bestandteil des Wissen-
schaftsstandorts Rhein-Neckar-
Region sind neben den 22 Uni-
versitäten und Hochschulen die beiden
Universitätskliniken Heidelberg und
Mannheim und die über 30 namhaften
Forschungseinrichtungen. Mit dem 170
Millionen Euro teuren Neubau der Chi-
rurgischen Universitätsklinik in Hei-
delberg erhält die Region ein weiteres
Glanzlicht. Im Frühjahr 2018 soll das
Gebäude, das Allgemein-, Viszeral- und
Transplantationschirurgie, Herzchirurgie,
Gefäßchirurgie, Urologie, Anästhesiologie
und Radiologie beherbergen wird, fertig-
gestellt sein. Das Kernstück der Chirurgie
wird der zentrale Operationsbereich mit
16 Sälen sein, von denen drei als Hybrid-
OPs ausgestattet sind. Zudem sind rund
900 Quadratmeter Forschungsfläche
vorgesehen. Mit dem Gebäude erhält der
Heidelberger Klinikring auf demCampus
imNeuenheimer Feld seinen Schlussstein.
Die Ring-Gebäude werden durch ein rund
sechs Kilometer langes unterirdisches
Bauen für Medizin und Wissenschaft
Die universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Rhein-Neckar-Region
genießen Weltruf. Jüngst erhielt der Heidelberger Neuropathologe Professor Andreas von
Deimling für seine Forschungsergebnisse an Gehirntumoren den Deutschen Krebspreis.
Gangsystemmiteinander verbunden, was
eine optimale Versorgung der Patienten
ermöglicht. Bauherr ist das Land Baden-
Württemberg. Die Hälfte der Kosten trägt
das Universitätsklinikum.
HEIDELBERGER KINDERKLINIK STOCKT AUF
Neue Planungen gibt es auch amZentrum
für Kinder- und Jugendmedizin des Uni-
versitätsklinikums Heidelberg: Es wird
aufgrund einer starken Zunahme der
Patientenzahl nur acht Jahre nach seiner
Eröffnung erweitert. Hierzu soll der Funk-
tionsbau des Gebäudekomplexes INF 430
aufgestockt werden. In den neuen Räu-
men stehen auf über 1.500 Quadratme-
tern insgesamt 40 Betten zur Verfügung.
Dazu kommenDienst- und Behandlungs-
zimmer, Spiel- und Unterrichtsräume für
schulpflichtige Kinder und ein Elternbe-
reich. Mit dem Erweiterungsbau werden
alle Bereiche der operativen Medizin im
Kindesalter unter einemDach zusammen-
gefasst. Die Gesamtbaukosten betragen
rund 9,8 Millionen Euro. Die Dietmar-
«
Gabriele Bobka
170 Millionen Euro wird der Neubau der Chirurgischen Uniklinik Heidelberg kosten.
Foto: UniversitätsKlinikum Heidelberg
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