REGION_REPORT_RHEIN_NECKAR 06/2016 - page 31

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LOGISTIK
Wichtige Drehschei-
ben: die Häfen in
Mannheim (im Bild)
und Ludwigshafen.
Gabriele Bobka
ACTION IN BIBLIS
Auf einem136.000Qua-
dratmeter großenGewerbegrundstück im
Gewerbegebiet „AmWaisenstück“ in Bib-
lis errichtet die Dietz AG aus Bensheim
ein neues Logistikzentrum. Mieter wird
das niederländische Einzelhandelsunter-
nehmen Action.
Der internationale Non-Food-Dis-
counter betreibt in Deutschland 76 Filia-
len. Neben Logistik-Mitarbeitern werden
am neuen Standort auch Büroangestellte
und Mitarbeiter für die Kommissionie-
rung eingestellt. Insgesamt 500 neue Stel-
len könnten laut Dietz dadurch in Biblis
entstehen. Die Fertigstellung des neuen
Zentrums ist für den Herbst 2017 geplant.
HÄFEN ALS UMSCHLAGSTANDORTE
Für die
Häfen Ludwigshafen und Mannheim ge-
staltete sich das Jahr 2015 erfolgreich. Ins-
gesamt wurden 14.638 Schiffe abgefertigt
und 15.542.391 TonnenGüter wasserseitig
umgeschlagen, davon 7,4 Millionen Ton-
nen Güter in Ludwigshafen und 8,1 Mil-
lionen Tonnen in Mannheim. Durch das
von Juli bis November 2015 anhaltende
Niedrigwasser konnten die sehr guten
Umschlagsergebnisse des Vorjahres nicht
wiederholt werden. Der niedrigste Was-
serstand in dieser Zeit lag bei 1,18 Meter
am Pegel Mannheim. Der wasserseitige
Güterumschlag imLudwigshafener Hafen
sank um 2,5 Prozent auf 7.412.036 Ton-
nen, in den Mannheimer Häfen wurden
mit 8.130.355 Tonnen 3,8 Prozent weniger
umgeschlagen. Der Containerverkehr ent-
wickelte sich positiv und stieg insgesamt
auf 225.373 TEU (20-Fuß-Container) mit
einer Gesamttonnage von 2.065.099. Der
weitere Ausbau beider Terminals wird
gemeinsam betrieben und abgestimmt
geplant. Ebenso positiv war die Entwick-
lung in der Passagierschifffahrt imMann-
heimer Hafen. Dort haben 576 Fahrgast-
schiffe angelegt.
D
ie Metropolregion Rhein-Neckar
ist internationaler Umschlagplatz
für Waren aller Art. Deren Logistik
unterliegt spezifischen Anforderungen.
Dabei profitieren Logistikunternehmen
von der zentralen Lage und der guten
Verkehrsinfrastruktur. So plant die Metro
Group in Kirchheim an der Weinstraße
den Bau eines regionalen Logistikcenters
für die Großmärkte von Metro Cash &
Carry und die SB-Warenhäuser von Real.
Der neue Standort verfügt über eine La-
gerflächemit 49.000Quadratmetern. „Die
Realisierung des modernen Logistikcen-
ters in Kirchheim ist ein erster entschei-
dender Schritt in der Umsetzung unserer
neuen Logistik-strategie“, sagt Metro-Fi-
nanzvorstand Mark Frese. Auf der Suche
nach einem geeigneten Standort prüfte
Auf Kurs
Die Metropolregion Rhein-Neckar ist mit Anbindungen an
Straße, Schiene, Wasser und Luft gut für die über die Grenzen
hinausgehende Verknüpfung der Wirtschaftsräume gerüstet.
Als internationale Drehscheibe gewährleistet sie schnellen
Zugang zu Menschen, Märkten und Wissen.
das Unternehmen zehn mögliche Grund-
stücke intensiv. „Der Standort Kirchheim
hat sich in der Bewertung gegenüber den
Alternativen als bestmögliche Option
durchgesetzt“, sagt Jeroen Janssen Lok,
verantwortlich für die Logistikstrategie des
Unternehmens in Deutschland. Vor allem
die passgenaue Grundstücksgröße und die
gute Verkehrsanbindung hätten neben
guten Mietkonditionen den Ausschlag
für Kirchheim gegeben. Die Eigentümer-
struktur, die Aussicht auf eine schnelle
Genehmigung des Bebauungsplans und
die gute Bodenbeschaffenheit seien wei-
tere positive Rahmenbedingungen für den
Neubau dieser Logistik-Immobilie gewe-
sen. Der Hamburger Projektentwickler für
Logistikimmobilien Ixocon Holding wird
das Objekt realisieren.
Foto: Axel Heiter/ HGM
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