REGION_REPORT_RHEIN_NECKAR 06/2016 - page 15

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QUARTIERSENTWICKLUNG
verfügen über höchst individuelle, poly-
gonale Grundformen, das Fassadendesign
bildet die gemeinsame Architektursprache
aus. Klinker variieren in verschiedenen
Brauntönen und die Gebäude werden zum
Park hin als „weiche Kante“ ausgestaltet.
„Stadt wird hier zeitgemäß interpretiert,
sowohl als verdichtete Einheit, die mo-
derne Konzepte zu Themen wie Start-ups
oder Mobilität mit Urbanität und Qua-
litäten zusammenbringt, die man bisher
nur in der Peripherie findet, als auch als
Weite und Erholung, Gemeinschaft und
Ruhe“, führt Dieter Blocher, CEO Blocher
Blocher Partners, aus. Das Ensemble pro-
fitiert zudem von der Vergrößerung des
Hanns-Glückstein-Parks von 12.000 auf
20.000 Quadratmeter.
Ein weiteres D&S-Projekt im Glück-
stein-Quartier ist das mit Standard LEED-
Gold vorzertifizierte Projekt „Quartier 4“.
Hier sollen ab Sommer weitere 16.000
Quadratmeter Bürofläche, 77 Mietwoh-
nungen und 288 Tiefgaragenstellplätze
entstehen. Die preisgekrönte Architektur
stammt von Sacker Architekten Freiburg.
HOCHHÄUSER WERDEN CHIC
Der stetige
Zustrom an Einwohnern, eine starke
Wirtschaft und knappe Flächen führen
in der Rhein-Neckar-Region zu einer Re-
naissance des vertikalen Wachstums und
gie, die Planung stammt vomDüsseldorfer
Architekturbüro RKWRohde Kellermann
Wawrowsky. Das neue Gebäude verfügt
über zwei Türme, von denen der eine 24
Meter und der andere 67 Meter hoch sein
wird. Insgesamt entstehen rund 28.500
Quadratmeter neue Flächen für Büros,
Praxen, Handel, Wohnungen und 180
Tiefgaragen-Stellplätze.
LÄDEN SORGEN FÜR BELEBUNG
Wichtiger
Bestandteil des Gesamtkonzepts ist, dass
die Ladenflächen imErdgeschoss alle aus-
schließlich über die Straße zugänglich sein
werden. Somit wird zusätzliche Frequenz
auch in die Ankerhofpassage gebracht.
„Wir bauen keine Shopping-Mall“, betont
Günther Tetzner, der Geschäftsführer der
Timon Bauregie. „Mit demMetropol stär-
ken wir den Bereich umden Berliner Platz
und geben so einen Impuls für den Stadt-
umbau an der Nahtstelle zwischen Mun-
denheimer Straße und der Innenstadt“,
freut sich Klaus Dillinger, Geschäftsführer
derWirtschafts Entwicklungs Gesellschaft
(W.E.G.). Die flexible Struktur der Immo-
bilie bietet zudemdie nötige Reversibilität
für einen potenziellen späterenNutzungs-
wandel. Die Fertigstellung des Gebäudes
ist für den Herbst 2018 geplant.
«
Gabriele Bobka
zu einem Imagewandel der Hochhäuser.
Lange Zeit assoziierten viele Menschen
hierzulande damit anonyme Großsied-
lungen oder Büroenklaven, in denen nach
Büroschluss im wahrsten Sinne die Lich-
ter ausgingen. Inzwischen gilt vertikales
Bauen als chic und prestigeträchtig. Hoch-
häuser werden heute in besten Stadtlagen
errichtet, von renommierten Architekten
ressourcenschonend geplant undmit zahl-
reichen Zusatzangeboten ausgestattet. Zu-
nehmendwerdenMonofunktionen aufge-
geben und durch Mischnutzungen verti-
kale Städte in die Hochhäuser integriert.
METROPOL STATT TORTENSCHACHTEL
Die
Nutzer schätzen die Urbanität, die ange-
botenen Dienstleistungen, den phantasti-
schen Ausblick in den oberen Geschossen
und die Ruhe und Zurückgezogenheit,
die durch die Höhe vermittelt wird. Die
Herausforderungen des künftigen Hoch-
hausbaus liegen in einer innovativen Nut-
zung erneuerbarer Energietechnologien,
recycelbarer Baustoffe und der Koopera-
tion mit der Natur.
Am Berliner Platz in Ludwigshafen
soll nach dem Abriss des stark in die
Jahre gekommenen, im Volksmund „Tor-
tenschachtel“ genannten Rundbaus unter
dem Namen „Metropol“ ein Hochhaus
entstehen. Investor ist die Timon Baure-
Von der „Torten-
schachtel“ zum
„Metropol“: neue
Planungen am
Berliner Platz in
Ludwigshafen.
Fotos: Wolfgang Steche, RKW Rohde Kellermann Wawrowsky
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