Schwerpunkt
personalmagazin 12.18
36
noch nicht auf breiter Basis angekommen. Aus Sicht von Gunda
Cassens-Röhrig ist das ein großer Fehler, weil eine längerfristige
Planung auch direkt auf die Mitarbeiterzufriedenheit einzahlt.
„Es ist für die Mitarbeiter motivierend, wenn ihnen das Unter-
nehmen eine Planungssicherheit gibt, wenn sie also wissen, ob
sie zum Beispiel Ostern oder Weihnachten arbeiten müssen.
Die genaue Zeit ist dann noch gar nicht entscheidend“, sagt sie.
9. Die Konzeption neuer Filialen
wird erleichtert
Noch einen Schritt weiter hat Atoss das Thema vorausschauende,
strategische Planung gedacht. Das Unternehmen stellt ein Tool
zur Verfügung, das errechnet, wie viel und welches Personal ein
Unternehmen benötigt, das eine neue Filiale oder Niederlassung
eröffnen oder eine bestehende Personalstruktur überprüfen
will. Welcher Personalmix mit Vollzeit- und Teilzeitmitarbeitern
sowie Aushilfen ist sinnvoll, um eine hohe Flexibilität zu haben
und gleichzeitig den voraussichtlichen Personalbedarf möglichst
genau zu treffen? „Hier werden systemgestützt verschiedene
Varianten im Personalmix durchgespielt, um festzustellen, wel-
che Besetzung für eine neue Filiale optimal ist“, sagt Markus
Wieser. „Mit der Kapazitätsplanung im nächsten Schritt und
der operativen Einsatzplanung in Schritt drei ist der perfekte
Personaleinsatz fast schon garantiert“, ergänzt er.
10. Die Individualität nimmt zu
Die immer komplexer werdenden Ausgangsbedingungen füh-
ren dazu, dass die Unternehmen höhere Ansprüche an ihre
Software stellen. „Sie akzeptieren nicht mehr, dass sie in ein
Standard-Schema gepresst werden. Sie wollen keine Behelfslö-
sung mehr, sondern eine Software, die genau ihre spezifischen
Anforderungen abdeckt“, sagt Jörg Herbers.
Nach seinen Erfahrungen müssen heutige Systeme unter der
Oberfläche sehr leistungsfähig und flexibel sein, um die indivi-
duellen Anforderungen der Unternehmen abzubilden, gleich-
zeitig aber an der Oberfläche möglichst einfach erscheinen.
„Der jeweilige Anwender braucht nicht das große Funktionali-
tätsmonster, das viele Features hat, die man gar nicht benötigt,
sondern etwas, das einfach ist und genau das tut, was es im
eigenen betrieblichen Kontext tun soll“, so Herbers.
11. Die Cloud setzt sich durch
Die Cloud spielt im Bereich PEP eine immer größere Rolle.
Viele Unternehmen lagern den Betrieb der Software aus, weil
dieser keine Kernkompetenz für sie darstellt – und weil eigene
IT-Mitarbeiter immer schwieriger zu finden sind. Die Anbieter
reagieren mit sicheren Rechenzentren in Deutschland, die rund
um die Uhr zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus zeigt sich immer mehr, dass sich eine indivi-
dualisierte Softwarenutzung und ein Betrieb der Software in der
Cloud nicht zwangsweise ausschließen müssen. Dazu Jörg Her-
bers: „Auch in der Cloud ist ein Einsatz von individualisierten
Lösungen möglich. Und ich habe immer noch alle Vorteile der
Cloud – ich muss mich nicht um die eigene Hardware kümmern,
die Software skaliert automatisch und ist von überall nutzbar.“
12. Die Kennzahlen interessieren
Kennzahlen rund um den Personaleinsatz werden von den Un-
ternehmen verstärkt nachgefragt – nicht nur, um die Planungen
weiter zu optimieren, sondern auch, um den Mitarbeitern zu
zeigen, dass niemand ungerecht behandelt wird. „Hierfür haben
wir verschiedene Kennzahlen wie Planungsqualität oder Ge-
rechtigkeitsquote entwickelt. Auch Motivationskennziffern ge-
hören dazu, die dem Mitarbeiter nachweisen, dass seine Wün-
sche tatsächlich einbezogen werden und wie die Dienste über
die Mitarbeiter verteilt sind“, erläutert Gunda Cassens-Röhrig.
„Auch für die Unternehmen sind diese Kennzahlen wichtig. Sie
versuchen, diese laufend weiterzuentwickeln und Ableitungen
für eine verbesserte Planung zu treffen.“
Übersicht
Anbieter von Software zur Personaleinsatzplanung
Atoss Software AG
GFOS mbH
GuideCom GmbH
Infoniqa
Inform GmbH
Isgus GmbH
MPDV Mikrolab GmbH
Perbility GmbH
Peras GmbH
SP_Data GmbH & Co. KG
Tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH
Tool24 GmbH
Die Anbieterübersicht stammt aus dem neuen Anbieterverzeichnis
HR-Software von Haufe. Die Onlineplattform gibt einen Überblick über
die wichtigsten HR-Software-Anbieter und kann nach verschiedenen
Kriterien durchsucht werden.
DANIELA FURKEL, Chefreporterin des Personalmagazins, hat
diesen Beitrag ohne Hilfe von künstlicher Intelligenz verfasst.
Manchmal wünscht sie sich, dass Alexa ihr das Zusammenfas-
sen der Interviews abnimmt. Zugehört hat Alexa jedenfalls.