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QUARTIERSENTWICKLUNG
QUARTIER „KPTN“
DieHafenCity verdich-
tet sich, die letzte Baulücke am Sandtorkai
wird geschlossen. DCDevelopments reali-
siert dort das gemischt genutzte Quartier
„KPTN“ mit Wohnungen, Hotel, Kino,
Gastronomie und Einzelhandel. „Das
KPTN ist ein gutes Beispiel dafür, wie
ein innerstädtisches Mixed-Use-Konzept
dem Ziel und den Ansprüchen nachkom-
mt, ein Quartier 24 Stunden belebbar zu
machen“, so Lothar Schubert, geschäfts-
führender Gesellschafter von DC Deve-
lopments. Das Bauvorhaben umfasst auf
6.400 Quadratmetern Grundstücksfläche
fünf Gebäudeeinheiten, die eine Gesamt-
nutzungsfläche von 37.000 Quadratme-
tern bieten. Die Architektur verantwor-
ten für den Gewerbekomplex Nalbach
+ Nalbach Gesellschaft von Architekten
aus Berlin, für den Wohngebäudeteil
die Hamburger Blauraum Architekten
Planungsgesellschaft. Abgerundet wird
das Konzept durch 3.345 Quadratmeter
Grünanlagen, ein Rooftop-Gardening-
Konzept sowie Gastronomie- und Gewer-
beflächen auf 2.100 Quadratmetern. Bis
Ende 2017 soll das Bauprojekt mit einem
Investitionsvolumen von 120 Millionen
Euro fertiggestellt werden. Während die
Gebäudeeinheit, die ein Hotel, Kino und
Long-Stay-Apartments beinhaltet, bereits
von der Patrizia Immobilien AG gekauft
wurde, erwarb BMO Real Estate Partners
für einen vonUniversal-Investment gema-
nagten Immobilien-Spezial-AIF mit den
Häusern 2, 4 und 5 drei der insgesamt fünf
Einheiten von „KPTN“.
POSTPYRAMIDE WIRD STADTQUARTIER
Ein
Joint Venture von Otto Wulff Bauunter-
nehmung, Hamburg Team und Berliner
Christmann Gruppe will auf dem Areal
„Überseering 30“ in der City-Nord für 200
Millionen Euro ein gemischt genutztes
Quartier errichten. Das entspricht dem
Ziel des Masterplans City-Nord, der eine
stärkereMischnutzung der Bürostadt vor-
sieht. Das ehemals für die Deutsche Post
errichtete und inzwischen leerstehende
Gebäude wird zurückgebaut. Aus dem
im Sommer 2015 durchgeführten zwei-
stufigen städtebaulichen Realisierungs-
wettbewerb ging das Hamburger Büro
KBNK Architekten als Sieger hervor.
waren die Büros Hosoya Schaefer Archi-
tects AG, Zürich, und Agence Ter, Paris/
Karlsruhe. Deren Entwurf sieht eine grüne
Achse entlang des Assmannkanals unter
größtmöglicher Erhaltung der kleingärt-
nerischen Flächen vor. Der Grünraum
wird durch die Bildung von fünf grünen
„Fingern“ mit dem neuen Quartier ver-
zahnt und bietet einen guten Zugang zum
Kanal und einen Erholungsraum für das
gesamte Gebiet.
SANIERUNGSFORTSCHRITTE IM GÄNGEVIER-
TEL
Die Fabrique, das kulturelle Herz des
Gängeviertels, ist für rund 2,9 Millionen
Euro saniert und für 115.000 Euro neu
ausgestattet worden. „Mit der Fertigstel-
lung der Fabrique ist nicht nur ein wich-
tigerMeilenstein in der denkmalgerechten
Sanierung des Viertels erreicht, sondern
Hamburg auch um einen kulturellen Ort
reicher. Die Stadt Hamburg setzt damit
ein Zeichen für den Denkmalschutz und
bezahlbaren Produktions- und Präsen-
tationsraum für die Künste inmitten der
Hamburger Innenstadt“, stellt Kultursena-
torin Professor Barbara Kisseler fest. Auf
insgesamt rund 1.400 Quadratmetern
sind pro Stockwerk jeweils zwei Einheiten
zwischen 100 und 130 Quadratmetern
für unterschiedlichste Nutzungen ent-
standen. Die Fabrique, einst eine Gürtel-
und Schnallenfabrik, bietet bezahlbaren
Raum für Kunst, Kultur und Soziales.
Das Gängeviertel ist als Sanierungsgebiet
und Stadtumbaugebiet ausgewiesen. Die
Sanierung des Gebiets erfordert rund 20
Millionen Euro, die mit zirka 11,6 Millio-
nen Euro aus Mitteln des Programms „In-
tegrierte Stadtteilentwicklung“ gefördert
werden. Ziel ist es, das Gängeviertel zu
einem lebendigen innerstädtischenQuar-
tier mit günstigen Mieten für Nutzungen
im künstlerischen Bereich zu entwickeln.
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Development Partner und die
Hamburger B&L Gruppe rea-
lisieren auf dem ehemaligen
Hertie-Gelände in Hamburg-
Barmbek ein Geschäftshaus.
Für das Übersee-Quartier
erarbeitete Unibail-Rodamco
mit der HafenCity Hamburg,
der Stadt und nationalen wie
internationalen Architektur
büros neue Entwürfe.