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ÖFFENTLICHE BAUTEN
Gebäudeausrüstung ist in weiten Teilen
veraltet und muss erneuert werden. Um
auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben
zu können, ist zudem eine umfangreiche
Umstrukturierung des Raum- und Flä-
chenprogramms notwendig. Das CCH ist
ein Unternehmensbereich der Hamburg
Messe und Congress Gesellschaft. Ab Ja-
nuar 2017 wird die Baustelle eingerichtet
und im Jahr 2019 soll das neue CCH in Be-
trieb genommenwerden. Mit 12.000Qua-
dratmetern Ausstellungsfläche, 12.000
Quadratmetern Foyerfläche und 12.000
Sitzplätzen in bis zu 50 Sälen will sich das
neue CCH auf die Anforderungen mo-
derner Kongresse und Events einstellen.
Künftig könnenmehrere Veranstaltungen
parallel stattfinden.
FERNBAHNHOF ALTONA ERHÄLT EMPFANGS-
GEBÄUDE
Das Empfangsgebäude für den
geplanten Fernbahnhof im neuen Stadt-
quartier „Mitte Altona“ wird in Regie der
Stadt Hamburg realisiert. Darauf haben
sich die Stadt und die Deutsche Bahn
geeinigt. Das Empfangsgebäude soll im
Rahmen einesWettbewerbs städtebaulich
attraktiv gestaltet und in einen hochwer-
tigen Vorplatz eingebettet werden. Der
neue Bahnhof soll im Rahmen der Verle-
gung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona
bis Ende 2023 fertiggestellt werden. „Am
Diebsteich entsteht so nicht nur ein wich-
tiger Verkehrsknotenpunkt, vielmehr
können wir eine architektonische Lösung
schaffen, die dem neuen Altonaer Bahn-
hof gerecht wird, und so einen Impuls für
eine attraktive Entwicklung des Umfelds
setzen“, so Dorothee Stapelfeldt, Senato-
rin der Behörde für Stadtentwicklung und
Wohnen. Die Verlagerung des Fernbahn-
hofes Hamburg-Altona zum Diebsteich
ermöglicht es, das bisherige Bahngelände
für den zweiten Entwicklungsabschnitt
der Mitte Altona zu nutzen. Hier sollen
auf rund 13,5 Hektar 1.900 der insgesamt
3.500 Wohnungen entstehen.
PLATZ FÜR DIE OPER
Die Staatsoper Ham-
burg erhält bis 2018 neue Räume für ihre
Werkstätten und Fundi. Damit sollen die
derzeit auf drei Standorte verteilten Ein-
Foto: Sprinkenhof AG; Hascher Jehle
heiten zusammengeführt werden. Der
Neubau entsteht in zwei Bauabschnitten
auf demAreal des ehemaligenHuckepack-
bahnhofs in Hamburg-Rothenburgsort.
Beim Vergabe-Wettbewerbsverfahren
wurde besonderen Wert auf die Fassa-
dengestaltung gelegt, die an die Ham-
burger Speicherstadt erinnern soll. DFZ
Architekten haben für dieses Projekt eine
Arbeitsgemeinschaftmit den Fachplanern
Drees & Sommer Advanced Building
Technologies aus Hamburg (Technische
Gebäudeausrüstung/Thermische Bau-
physik) und den Stuttgartern Schlaich
Bergermann und Partner – Sbp Gmbh
(Tragwerksplanung) gebildet. Bauherrin
ist die städtische Sprinkenhof AG. Bei
dem Neubau handelt es sich um die erste
bauliche Maßnahme bei der Umnutzung
des Gesamtareals Huckepackbahnhof in
ein Gewerbegebiet. Es ist Teil des Stadt-
entwicklungskonzepts „Stromaufwärts an
Elbe und Bille“ zur Stärkung des Hambur-
ger Ostens. Am bisherigen Standort der
Opernwerkstätten in Barmbek-Nord sind
675Wohnungen, eine Kita und ein kleines
Einkaufszentrum geplant.
FREIZEITHALLE FÜR DIE HAFENCITY
ImHa-
fenCity-Quartier Baakenhafen entsteht bis
2019 eine 45 Millionen Euro teure Sport-
und Freizeithalle. Das „Care-Energy
Sports-Dome“ genannte Projekt wird von
der PB Sports-Dome Management Ge-
sellschaft nach den Plänen des Berliner
Büros Hascher Jehle realisiert. In dem
12.000 Quadratmeter großen Gebäude
soll auf sieben Ebenen Platz zur Durch-
führung von 25 Trendsportarten entste-
hen. Geplant sind ein rund 25Meter hoher
Tauchturm, der vom Untergeschoss über
sechs Ebenen in das Gebäude integriert
wird, eine 25 Meter hohe Bodyflying-
Anlage, eine Eiskletterwand, ein Indoor-
Golfplatz und eine 600 Meter lange E-
Kart-Bahn. Hinzu kommen Fitnessräume
und Gastronomie. Das Gebäude setzt auf
eine dezentrale Energiegewinnung durch
Photovoltaik und Windkraft, eine Wär-
merückgewinnung und einen Wärme-
tauscher auf der Basis eines 4,5 Millionen
Liter fassenden Tauchbeckens.
«
Gabriele Bobka
Oben: In dem Care-
Energy Sports-Dome
soll Platz für 25
Trendsportarten
entstehen.
Links unten: Das Con-
gress Center Hamburg
wird stark erweitert.
Unten: Die Staatsoper
Hamburg erhält neue
Räume für Werkstätten.