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SOFTWAREGUIDE
REAL ESTATE
2018
I
DATAROOMS
Er sieht sich in diesem Bereich „mit über
2.000 gemanagten Assets im Wert von
über 45 Milliarden Euro als der Größte in
diesem Bereich“.
Man sieht, es ist ein ansehnliches
Marktpotenzial, das die Datenrauman-
bieter gerne gehoben hätten. Doch worin
liegt dieWertschöpfung für alle beteiligten
Geschäftspartner? Im Immobilienma-
nagement gilt es vor allem, eine lückenlose
Dokumentation zu führen und rechtssi-
chere und vertrauliche Transaktionen zu
ermöglichen. „Die eigentliche Wert-
Mehr Nutzen im Lebenszyklus
Ein Segment ist bei dem Immobilienkarussell des letzten Jahrzehnts so richtig hoffähig
geworden – das der Datenraumanbieter. Nun allerdings sind diese mit der Transaktions-
begleitung allein nicht mehr zufrieden. Doch welchen konkreten Nutzen bringen Datarooms
den Marktteilnehmern über den gesamten Lebenszyklus?
»
»
Mehr und mehr Immobiliensegmente
wollen auf den
Einsatz moderner
Datenräume
nicht verzichten.
»
Das
Marktvolumen für Transakti-
onsdatenräume
in der deutschen
Immobilienwirtschaft wird von den
Playern auf
40 bis 80 Millionen
Euro
beziffert.
»
Hinzu kommen die Märkte für
Be-
standsdatenräume und Projek-
träume
.
»
Es gibt kaum Einschränkungen für
den Einsatz von virtuellen Datenräu-
men über den gesamten
Lebenszy-
klus
einer Immobilie.
»
Die Möglichkeiten zur
Effizienz-
steigerung und neue Wertschöp-
fungsmodelle
lassen verstärkt Da-
tenraumanbieter auf dem deutschen
Markt tätig werden.
»
Alle Datenraumanbieter erklären,
dass die sensiblen
Kundendaten si-
cher gegen Hackerangriffe
seien.
SUMMARY
O
b Beratungsgesellschaft, ob Asset
oder Property Manager – mehr und
mehr Immobiliensegmente wollen
auf den Einsatz moderner Datenräume
nicht verzichten. Auch Banken, Projekt-
entwickler oder das Corporate Real Es-
tate Management schließen mit ihnen
Bekanntschaft. Das Marktvolumen für
Transaktionsdatenräume in der deutschen
Immobilienwirtschaft „bewegt sich imho-
hen zweistelligenMillionenEuro-Bereich“,
schätzt Alexandre Grellier, CEO des eu-
ropäischenMarktführers Drooms GmbH.
Nach eigenen Angaben habe seine Firma
einen Marktanteil von 50 bis 60 Prozent
bei den großen Transaktionen. Als Bei-
spiel nennt er den Verkauf des Commerz-
bank Towers im vergangenen Jahr, der
über den Drooms Datenraum gegangen
ist. Maurice Grassau, CEO von Archi-
trave, sieht das Marktvolumen „bei zirka
40 Millionen Euro in Deutschland“. Das
gelte für die „Transaktionsdatenräume,
wo Seitenpreise im Vordergrund stehen“.
DIE WERTSCHÖPFUNG
Der lukrative Markt
für Bestandsdatenräume ist in diese Rech-
nungen der beiden sehr präsenten Markt-
teilnehmer noch gar nicht eingerechnet.
Ein großes Potenzial liege „in der Nutzung
durch Asset Manager, bei einer mehr als
einstelligen Anzahl an Assets“. Denn für
sie spielten andere Konzepte und Funkti-
onalitäten eine Rolle. Solche Permanent-
datenräume sind langfristig angelegt und
eröffneten laut Grassau, „kombiniert mit
anderen Anwendungen sowie künstlicher
Intelligenz und Machine Learning, ganz
neue Perspektiven der Wertschöpfung“.