Softwareguide Real Estate 2018 - page 67

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BUILDING INFORMATION MODELING
und ein zunehmend spürbarer internatio-
naler Wettbewerbsdruck führten zu einer
Veränderung: Seit 2015 bewegt BIM die
beteiligten Branchen neu – und diesesMal
auch konkret.
Es kursieren verschiedene Erklä-
rungen über das, was Building Infor-
mation Modeling (BIM) ist – je nach
Perspektive, aber auch in Abhängigkeit
von Interessen. Da hilft es, sich an eine
Definition des Bundesministeriums für
digitale Infrastruktur aus dem „Stufen-
plan Digitales Planen und Bauen“ zu hal-
ten: „Building InformationModeling be-
zeichnet eine kooperative Arbeitsmetho-
dik, mit der auf der Grundlage digitaler
Modelle eines Bauwerks die für seinen
Lebenszyklus relevanten Informationen
und Daten konsistent erfasst, verwaltet
und in einer transparenten Kommuni-
kation zwischen den Beteiligten ausge-
tauscht oder für die weitere Bearbeitung
übergeben werden.“ (Quelle:
DG/digitales-bauen.html)
GEMEINSAMES VERSTÄNDNIS
BIM bildet
also den gesamten Lebenszyklus eines
Bauprojekts auch virtuell ab: von der
Projektskizze über den Entwurf und die
Fachplanung eines Bauwerks, über die
Bauausführung und den Betrieb bis zu sei-
nemUm- oder auch Rückbau. Investoren,
Architekten, Bauherren, Planer, Ingeni-
eure, Statiker, Bauausführende, Inhaber,
Betreiber und Gebäudeausrüster agieren
auf gemeinsamer Datenbasis. Dabei sorgt
die bessere Verfügbarkeit von Daten für
Transparenz undVernetzung der Beteilig­
ten. Zeitpläne, Kosten undRisiken können
einfacher, früher und präziser ermittelt
und lückenlos kontrolliert werden. So die
Theorie.
Tatsächlich sind sich immer mehr
Marktteilnehmer sicher, dass die Ära BIM
bereits begonnen hat. Und es werden die
Eigentümer undBetreiber von Immobilien
sein, die zu den BIM-Gewinnern zählen.
So zumindest unterstreicht das eineUmfra-
ge, die der Verband für die Digitalisierung
des Immobilienmanagements, CAFM
Building Information
Modeling bezeichnet eine
kooperative Arbeitsme-
thodik auf der Grundlage
digitaler Modelle eines
Bauwerks.
»
Experten
„Wichtig sind alphanume-
rische Standards zum Da-
tenaustausch. Dazu zählt
CAFM-Connect, ein Daten-
austauschformat für alpha-
numerische Stammdaten
von Flächen, technischer
Gebäudeausstattung und
Dokumenten.“
Dennis Diekmann,
Leiter compliance & services
Ambrosia FM Consulting & Services
„Für das Immobilienma-
nagement bedeutet der
BIM-Einsatz, dass die für
die Dokumentation und
den Betrieb notwendigen
Informationen aus Planen
und Bauen von Spezialisten
eingepflegt und eine auf-
wändige Nachbearbeitung
der Daten mit Fehlerpoten-
zial vermieden wird.“
Enis Kansoy,
Prozessberatung Planen, Bauen,
Betreiben (BIM), pit - cup GmbH
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