mba kompendium
2017/18
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Studenten in die USA zieht, absolvieren immer
mehr Amerikaner ihr MBA-Studium im Ausland. An
der London Business School stellen sie im Vollzeit-
MBA bereits die größte Gruppe.
Trend: Frauen holen auf
Die Zahl der Frauen im MBA-Studium nimmt zu.
Bei etlichen Vollzeit-Programmen in den USA sind
bereits mehr als 40 Prozent der Studenten weiblich.
Laut aktuellem Ranking der Financial Times hatten
acht der 20 Topschulen mehr als 40 Prozent Frauen.
Den mit 45 Prozent höchsten Anteil hat die CEIBS
in Shanghai. Deutlich schlechter sieht es an den
beiden gerankten deutschen Schulen aus. Die ESMT
hat gerade mal 24 Prozent Frauen. An der Mann-
heim Business School sind es 32 Prozent. Insgesamt
weniger Frauen gibt es beim Executive MBA, der
sich an Teilnehmer mit Führungserfahrung richtet.
Doch auch hier tut sich etwas. Mit 29,7 Prozent
haben mehr Frauen als je zuvor ein Studium zum
Executive MBA begonnen, berichtet das Executive
MBA Council (EMBAC). 2015 waren es erst 27,6
Prozent. Die Teilnehmer, die 2016 ein Studium be-
gannen, waren im Durchschnitt 38 Jahre alt und
hatten 14 Jahre Berufserfahrung, davon rund neun
Jahre Führungserfahrung. Ein Executive MBA dient
vor allem dazu, seine Fähigkeiten zu erweitern,
seine Karriereentwicklung zu beschleunigen und
neue Perspektiven zu gewinnen. Auch in Deutsch-
land zeigt sich hier eine positive Entwicklung. Beim
Mannheim Executive MBA sind 40 Prozent der Teil-
nehmer weiblich, an der ESMT 36 Prozent.
Trend: Mehr Data Science
Nach einer Umfrage des Graduate Management
Admission Council (GMAC) im vergangenen Jahr
gaben 72 Prozent der Unternehmen an, dass sie
Absolventen von Business Schools für Positionen
im Bereich Data Analytics einstellen wollen. Das
entspricht ungefähr dem Prozentanteil, den die
Unternehmen im Bereich Marketing und Finance
einstellen wollen. Immer mehr Business Schools
integrieren daher entsprechende Kurse in ihr MBA-
Programm. So zeigte eine Umfrage von Kaplan Test