MBA Kompendium 2017/2018 - page 22

Finanzierung
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mba kompendium
2017/18
Wer eine gute MBA-Ausbildung will, muss tief in die
Tasche greifen. Die Preisspanne ist groß und reicht
in Deutschland in der Regel von 10.000 bis 80.000
Euro. Dabei gelten auch im MBA-Bereich die üb-
lichen Marktregeln. Nicht alles, was teuer ist, ist
zwangsläufig auch gut. Aber was sehr gut ist, hat
eben auch seinen Preis. Der Preis sollte aber nie das
erste Auswahlkriterium sein. An erster Stelle sollte
das Ziel stehen. Will ich mit dem MBA in meiner
Firma aufsteigen? Oder strebe ich eine internationa-
le Karriere an? Will ich meine Funktion oder Bran-
che wechseln? Oder mir vor allem aktuelles Ma-
nagementwissen aneignen? Erst wer genau weiß,
was er will, findet auch das richtige Programm. Und
dabei muss längst nicht jeder an einer Topschule
studieren.
Anlaufpunkt: „
Tausende von Euro für eine Weiterbildung aus eige-
ner Tasche zu zahlen, ist für die meisten Deutschen
noch immer ungewohnt. Während so mancher zwar
locker 50.000 Euro für ein Auto ausgibt, erscheint
einigen ein Studium für 20.000 Euro unerschwing-
lich. Doch das ist vor allem eine Einstellungssache:
Wie viel bin ich bereit, in meine Weiterbildung zu
investieren? Finanzierungsmöglichkeiten gibt es ge-
nug. Die meisten MBA-Studenten setzen dabei auf
einen Mix aus Erspartem, Krediten oder Stipendien.
Zwar gibt es beim Part-time oder Executive MBA
weniger Stipendien als beim Vollzeit-MBA, aber
ausgeschlossen ist es nicht. Das reicht vom Rotary
Club über zahlreiche Stiftungen und Veranstalter
von MBA-Messen bis zu den Schulen selbst. Das
Karrierenetzwerk „
hat MBA-
Stipendien aufgelistet, die es teils auch für Execu-
uch wenn sich der berufsbe-
gleitende MBA eigentlich auch gut als Personalent-
wicklungsmaßnahme eignet, ist die Zahl der vom
Unternehmen gesponserten Mitarbeiter weltweit
deutlich gesunken. Wer eine Geldspritze vom Un-
ternehmen bekommt, muss sich zudem meist ver-
pflichten, nach dem Studium mindestens noch zwei
bis drei Jahre dort zu bleiben. Sonst müssen die
Studienkosten zurückbezahlt werden. Inzwischen
lehnen etliche MBA-Interessenten die finanzielle
Unterstützung daher sogar ab.
Steuerliche Vorteile nutzen
Steuerlich kann ein MBA-Studium sogar vorteilhaft
sein. Gerade wer schon gut verdient, profitiert da-
von, dass er das MBA-Studium mitsamt Reisekos-
ten als Fortbildung von der Steuer absetzen kann.
Wie Teilnehmer von Executive MBA Programmen
ihr Studium finanzieren, hat die Financial Times
anhand der Daten zum Ranking 2016 aufgelistet.
Danach bekommen 27 Prozent der Frauen und 29
Prozent der Männer alle Kosten erstattet. 30 bzw.
32 Prozent bekommen einen Teil der Kosten. Und
MBA-Finanzierung:
Teures Vergnügen
Ein gutes MBA-Studium ist teuer. Bei der Finanzierung setzen die meisten
Teilnehmer auf einen Mix aus Erspartem, Krediten oder Stipendien.
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