Contoller Magazin 3/2018 - page 9

Auskunft darüber geben, welches Diagramm
für welchen Informationszweck eingesetzt
werden sollte. Ebenso sollten Hinweise zum
Farbkonzept, der Gestaltung von Achsen und
weiteren Gestaltungsmerkmalen von Dia-
grammen gegeben sein.
Visual Business Analytics –
The Next Big Thing?
Obwohl die hohe Softwarenutzung freiwerden-
de Kapazitäten im Controlling zur Folge haben
sollte, gaben nur 65,7 % der Befragten an,
Kommentare in ihren Berichten zu verwenden.
Und auch bei der Seitenzahl des Standardbe-
richts zeigt sich, dass die Möglichkeit, Berichte
auf Knopfdruck zu erstellen, auch Schattensei-
ten haben kann. Immerhin 54,3% der Berichte
haben mehr als zehn Seiten.
Die Controlling-Community ist sich einig, dass
die durch Standardisierung des Reportings
freigewordene Zeit für Business-Partner-Auf-
gaben und „mehr Analytics“ verwendet wer-
den soll.
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Ein in diesem Zusammenhang im-
mer häufiger aufkommender Begriff ist Visual
Business Analytics. Gemeint ist hiermit das
Erkennen von Mustern und Zusammenhängen
aus der visuellen Darstellung von Daten, ohne
tiefergehende Analyse- und Statistikmodelle.
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Die Ergebnisse der Studie untermauern dies
nur in Teilen. 62% der befragten Unternehmen
gaben an, ihre BI-Software zur Datenanalyse
zu nutzen, 30% hingegen zur Datenvisuali-
sierung.
formationszweck (dies kann bspw. der Ver-
gleich oder das Erkennen von Beziehungen zwi-
schen Daten sein)
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wesentlich über das richtige
Diagramm. Hier zeigen sich umfassende Ver-
besserungspotenziale. So schlägt Excel bei einer
hierarchischen Liste mit Angabe des Konti-
nents, des Landes sowie des erzielten Umsat-
zes in diesem Land erst ab 42 Datensätzen
(also 42 Länder mit entsprechenden Umsätzen)
eine Treemap als geeignetes Diagramm vor,
und dies an fünfter Stelle in der Vorschlagsliste.
Viele originäre BI-Tools schneiden nicht besser
ab. Zhang et al. zeigen in ihrem Vergleich füh-
render BI-Anbieter,
dass viele Visualisie-
rungsformen, die insbesondere unter dem
Kontext von Big Data ihre Stärken entfal-
ten, gar nicht im „Diagramm-Portfolio“
verfügbar sind
.
11
Auch bei der Gestaltung des
richtig ausgewählten Diagramms ist das Know-
how des Controllers gefragt. Das Beispiel in
Abbildung 4, aus einem Whitepaper eines füh-
renden BI-Anbieters, soll dies verdeutlichen.
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Bei der Gestaltung dieses Diagrammes wurde
gegen eine Vielzahl an anerkannten Gestal-
tungsrichtlinien verstoßen. Für Excel bieten
zahlreiche kostenpflichtige Add-Ins Hilfe, so
bspw. Graphomate bei der Umsetzung des
IBCS-Konzeptes oder cMORE bei der Umset-
zung eines eigenen Notationsstandards.
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Unternehmensseitig zeigt sich aufgrund der
Ergebnisse der Studie der
Handlungsbe-
darf, eigene Arbeitsanweisungen in Form
von Styleguides zu entwickeln
. Diese kön-
nen sogenannte Chart Finder beinhalten, die
Autoren
Benjamin Wegener, M. Eng.
ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der
Hochschule Ostwestfalen-Lippe.
E-Mail:
Tel.: 05261 / 702 - 5147
Prof. Dr. Christian Faupel
ist Professor für Controlling und Kostenmanagement an der
Hochschule Ostwestfalen-Lippe.
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