Contoller Magazin 3/2018 - page 3

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Editorial
Rückstellungen geplant und gebucht werden. Es geht um Germanistik:
was verstehen z. B. unterschiedliche Personengruppen, wenn von einer
„hohen“ Eintrittswahrscheinlichkeit im Risikomanagement ausgegangen
wird? Es geht um „Macht und Controlling“. Es geht um Compliance und
Due Diligence in KMUs, Cash-Management-Systeme, Interim Manage-
ment und nicht zuletzt natürlich wieder um technologische Aspekte rund
um die Digitalisierung und was das für die Zukunft der Controller bedeu-
tet. Praxisbeispiele von Claas und Lidl runden die Themenvielfalt ab.
Weiterführende Arbeitshilfen finden Sie wieder auf
„CMlive“
, diesmal
zum „Small Multiples“-Artikel von Daniel Unrein. Ihnen als Abonnenten
steht unser
Online-Archiv
unter
d um die
Uhr zur Verfügung, in dem Sie Zugriff auf sämtliche Artikel des Controller
Magazins haben, die dort seit 1975 erschienen sind.
Zusammen mit dieser Ausgabe erhalten Sie als
Sonderheft
unser jähr-
liches Special zu „Innovative Software für das Controlling“. Neben Porträts
verschiedener Software-Anbieter finden sich hier weitere Beiträge, die die
Zukunft des Controllings und die Rolle der Controller beleuchten.
Ich wünsche Ihnen vielfältige Informationen und interessante Erkennt-
nisse mit diesem Controller Magazin im „Doppelpack“!
Conrad Günther
Herausgeber
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
auf unserem Titelbild finden Sie (wieder einmal) ein Thema, das zur Kern-
tätigkeit der Controller gehört: Reporting. Angesichts der vielen Beiträge,
die sich zur Zeit mit der Digitalisierung im Allgemeinen beschäftigen und
insbesondere mit der Frage, was sie für die Berufsgruppe der Controller
bedeutet, scheint das Thema Reporting etwas in den Hintergrund getreten
zu sein. Zu Unrecht wie ich denke.
Ganz im Gegenteil, Digitalisierung
und Reporting hängen sehr eng miteinander zusammen
. Natürlich
fällt einem da zuerst die technologische Seite ein. Die Digitalisierung
ermöglicht die Darstellung von Zahlen fast in Echtzeit und wir erachten es
als selbstverständlich, dass die Reports überall – vor allem auf unseren
Smartphones – verfügbar sind.
Damit verbunden ist aber auch eine strukturelle Komponente: Erst die
fortschreitende Digitalisierung hat das Konzept der Self Service BI mög-
lich gemacht, also individualisierte Reports, die sich die Berichtsempfän-
ger selbst generieren können. Es ist klar, dass dies auch
Auswirkungen
auf das Verhältnis zwischen Controllern und Managern
hat, was sich
ja auch in dem in den letzten Jahren populär gewordenen Begriff des
Controllers als „Business Partner“ widerspiegelt.
Letztlich führt die Digitalisierung an sich aber zu ganz neuen Herausfor-
derungen für das Reporting. Die Menge an verfügbaren Daten nimmt ex-
ponentiell zu. Gleichzeitig stammen sie aus immer unterschiedlicheren
Quellen: Jeder mit dem Auto gefahrene Kilometer führt zu einer kaum
überschaubaren Datenfülle, kaum vorstellbar wie diese anwächst, wenn
demnächst auch alle Toaster und Waschmaschinen vernetzt sind und uns
ihre Daten zur Verfügung stellen. Und es ist zu vermuten, dass die Daten-
nutzung aus sozialen Netzwerken (trotz des Facebook-Skandals) weiter
zunehmen wird.
Wie schaffen wir es also, diese Datenflut so aufzu-
bereiten, dass wir das, was wichtig ist, erkennen und daraus Ent-
scheidungen ableiten können?
Sicher, auf einem niedrigen Niveau wird
uns wieder die Digitalisierung helfen, indem Künstliche Intelligenz uns
Menschen mancherlei Entscheidungen abnimmt. Aber auf einer aggre-
gierten Ebene erwarten wir uns von der Digitalisierung ja gerade verläss-
lichere Entscheidungsgrundlagen für das Management. Daher wage ich
die Prognose, dass wir uns wieder und noch viel mehr als bisher mit dem
Thema Reporting werden befassen müssen.
Das Controller Magazin, das Sie in Händen halten, hat darüber hinaus
aber wie immer auch
einen bunten Strauß an anderen Themen
zu bie-
ten: Erneut geht es um Transferpreise im Spannungsfeld zwischen steu-
errechtlichen Regelungen und betriebswirtschaftlichen Konzepten zur
Unternehmenssteuerung. Es geht um die Frage, wie mitarbeiterbezogene
Conrad Günther
Chefredakteur Controller Magazin
Vorstandsmitglied des Verlags für
ControllingWissen AG
Vorsitzender des Aufsichtsrats der
CA Akademie AG
Rechtsanwalt
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