DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT 4/2018 - page 8

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Weitere Informationen:
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Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt undManagement
Stadtbauund Stadtentwicklung
Realisierungswettbewerb
Pflegeheimneubau in
Nürnberg-Langwasser
In der Salzbrunner Straße in Nürnberg-Langwasser beabsichtigt die wbg
Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen im Rahmen einer gemeinsamen
Projektentwicklung zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband
Nürnberg e.V. (AWO) die Fortentwicklung eines derzeit als Alten- und
Pflegeheim genutzten Areals. Für die AWO soll in unmittelbarer Nachbar-
schaft ein Ersatzneubau für das Altenheim errichtet werden. Anschließend
wird die Bestandsimmobilie, deren Sanierung u.a. aus wirtschaftlichen
Gründen verworfen wurde, abgebrochen, um das Grundstück Wohnbau-
zwecken zuzuführen.
Quelle der Abbildungen: Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten GbR
Das neue Pflegeheim und die neuen Wohnhäuser (r.) in der Aufsicht
Dafür hat die wbg einen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, der
auch im Zusammenhang mit der Entwicklungsmaßnahme der wbg für
das Quartier Langwasser Süd stand. Als Sieger durchsetzen konnte sich
der Entwurf des Kölner Büros Heinle, Wischer und Partner. Die Jury lobte
dessen städtebauliche Einordnung des Pflegeheimes als „städtebaulicher
Höhepunkt in Verlängerung der Zeilenbauten der Salzbrunner Straße,
die Organisation und Luftigkeit des Gebäudes und die Anordnung des
Speisesaals und dessen Außenbereich, die ein Angebot für das Quartier
darstellen und zur Teilhabe einladen“.
STÄDTEBAU UND STADTENTWICKLUNG
Nachnutzung
Neues Quartier für Hauptstadtzentrum geplant
Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM), das Bezirks-
amt Berlin Mitte, die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Wohnen, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und die
Stadtentwicklungsgenossenschaft Zusammenkunft Berlin eG haben einen
Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes „Haus der Statistik“ in
Berlin-Mitte unterzeichnet. Das Land Berlin hatte das Areal im Oktober
2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum
der Hauptstadt zu entwickeln. Das lange Zeit brachliegende Gelände an
der Ecke Karl-Marx-Allee und Otto-Braun-Straße mit einem Hochhaus-
komplex und mehreren Flachbauten soll zu einem kooperativen Ort für
die Stadtgesellschaft entwickelt werden. Bis August 2018 sollen die
künftige Nutzung und das Zusammenspiel aus den Bereichen Verwal-
tung, Wohnen, Soziales und Kultur gemeinsam entwickelt werden.
In den Hochhäusern stehen gut 50.000 m
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Bruttogeschossfläche zur
Verfügung, welche für die Finanzverwaltung und soziale Zwecke genutzt
werden sollen. Weiterhin sollen mehrere Neubauten errichtet werden,
auf dem Areal zum Blockinneren ist vorgesehen, durch die kommunale
WBM rund 300 Mietwohnungen zu errichten.
1970 war auf dem Gelände unweit des Berliner Alexanderplatzes das sog.
Haus der Statistik errichtet worden, das die Staatliche Zentralverwaltung
für Statistik und das Ministerium für Staatssicherheit der DDR bezogen.
Nach der Wiedervereinigung waren dort die Berliner Außenstelle des
Statistischen Bundesamtes und die Behörde des Bundesbeauftragten für
die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik (BStU) ansässig. Beide Behörden zogen im Jahr
2008 aus – das Gebäude steht seit mehreren Jahren leer.
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Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-L0824-0308 / CC-BY-SA 3.0
Das Haus der Statistik (rechts) im Jahr 1972
Die Jury lobte die „Organisation und Luftigkeit“ des Pflegeheimentwurfs
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