Region Report Frankfurt - page 26

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REGIONREPORT
FRANKFURT
I
WOHNEN
Frank Junker hält dieMaßnahmen für ver-
tretbar. „Wir sind ein Wirtschaftsunter-
nehmen mit sozialem Auftrag. Wir legen
wiederum dar, dass beides kein Wider-
spruch ist, sondern vielmehr miteinander
verknüpfbar“, so Junker.
MEHR WOHNUNGEN FÜR STUDENTEN
Eine
Kooperation von Stadt, Studentenwerk
Frankfurt und ABG soll bis zum Jahr 2020
zusätzliche 1.000 Wohnheimplätze für
Studierende schaffen. „Die Versorgungs-
quote an bezahlbaremWohnraum für Stu-
dierende liegt in Frankfurt mit etwa 4.300
Plätzen und einemAngebot für gut sieben
Prozent der Studierenden an den staatli-
chen Hochschulen deutlich unter dem
Bundesdurchschnitt von zehn Prozent.
Auch in der Region stellt sich die Situation
mit rund 5.100 Plätzen für knapp sieben
Prozent der Studierenden ähnlich dar“,
erläuterte Konrad Zündorf, Geschäfts-
führer des Studentenwerks Frankfurt, bei
der Vorstellung des Rahmenvertrags. „Da-
her wollen wir die Versorgungsquote für
Studierende in der Stadt und der Region
mittelfristig auf über zehn Prozent heben.“
Die Kooperation steht auch anderen Ak-
teuren aus derWohnungswirtschaft offen.
MIKROAPARTMENTS IM GALLUS
Raum für
Studenten schafft auch die Benchmark
Real Estate Development. Sie realisiert
auf einem Grundstück an der Mainzer
Landstraße zwei Gebäude mit insgesamt
rund 270 Wohneinheiten. Auf knapp
13.200 Quadratmeter Bruttogeschossflä-
che entstehen 166 Headquarter-Apart-
ments. Zum Wintersemester 2017 sollen
die ersten Studenten einziehen können.
Parallel zu der Entwicklung der Stu-
denten-Apartments realisiert das Unter-
nehmen im zweiten Gebäude zusätzliche
104 Mikroapartments für Bewohner mit
geringem Platzbedarf. „Frankfurt ist bei
Wochenendpendlern und Young Profes-
sionals stark nachgefragt. Das macht die
Stadt für den Bau von Mikroapartments
sehr attraktiv. Mit Blick auf die größer
werdende Anzahl an Single-Haushalten
und einen vermehrten Zuzug aus dem
Umland sind hier langfristig renditestarke
Investments möglich“, so der Geschäfts-
führer Götz U. Hufenbach. Beide Teile des
Frankfurter Bahnhofsviertels an. Die Fer-
tigstellung ist für die zweite Jahreshälfte
2017 geplant.
287 MIETWOHNUNGEN IN DER CITY-WEST
In
der Lise-Meitner-Straße in Frankfurt-Bo-
ckenheim baut die BPD Immobilienent-
wicklung 287 Mietwohnungen. Zur Ver-
mietung stehen die Wohnungen in 2018.
Auf dem Areal entstehen zwei Baukörper
mit 135 und 152 Wohnungen. Beide Ge-
bäude verfügen über einen grünen Innen-
hof, den Patio. Die vier- und achtgeschos-
sigen Gebäudeteile mit Einschnitten und
Aussparungen über zwei Geschosse sor-
gen für eine aufgelockerte Bebauung. Das
Gebäude mit 135 Wohnungen wurde von
der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der
Bauwirtschaft aus Wiesbaden erworben.
Das andere Mehrfamilienhaus wurde von
der Frankfurter Volksbank Grundstücks-
verwaltungsgesellschaft gekauft.
180 WOHNUNGEN FÜR BOCKENHEIM
Die
Bien-Ries AG baut auf einem rund 8.000
Quadratmeter großen Grundstück an der
Ludwig-Landmann-Straße im Frankfur-
ter Stadtteil Bockenheim180Wohnungen
mit einer Gesamtwohnfläche von 12.400
Quadratmetern. Ende 2018 sollen die
ersten Eigentümer ihr neues Zuhause
beziehen können. Der geplante Neubau
nimmt das Grün des gegenüberliegenden
Brentano-Parks im Innenhof sowie auf
den begrünten Dächern auf. „Schon heu-
Bauvorhabens wurden durch das Frank-
furter Planungsbüro Architekten Theiss
geplant. Das Potenzial für studentische
Wohneinheiten und Mikroapartments
sieht Hufenbach bei Weitem noch nicht
ausgereizt. Frankfurt solle mit mutigen
Schritten vorangehen und weitere Bau-
flächen für die zukunftsträchtigen Asset-
Klassen ausweisen. „Die uns gegenüber
gelegentlich geäußerte Angst, Stadtpla-
nung am Markt vorbei zu betreiben, hal-
ten wir für unbegründet“, so Hufenbach
weiter. Die Anziehungskraft Frankfurts
wachse weiter, die Menschen seien inzwi-
schen sehrmobil. Andere europäische und
internationale Wirtschaftsmetropolen
hätten bewiesen, dass dieser Bedarf sehr
nachhaltig sei.
INNERSTÄDTISCHE WOHNUNGEN FÜR MO-
BILE
Mikroapartments realisiert auch die
Corestate Capital Group. Sie hat hierzu ein
Bestandsobjekt nahe der Einkaufsstraße
Zeil erworben, das nach der Kernsanie-
rung 80 vollständigmöblierte Apartments
mit gemeinschaftlich zu nutzenden Ser-
vice-Bereichen und Einzelhandelsflächen
bieten soll.
„Bei diesem speziellen Projekt wird
ein servicebasiertes Konzept umgesetzt,
das zwischen dem traditionellen Wohn-
und Hotelkonzept angesiedelt ist. Es
vereint die Ausstattung und Möblierung
eines Wohngebäudes mit den Annehm-
lichkeiten und der Flexibilität eines Hotels
und ist weitgehend mit unserem etablier-
ten Konzept für studentisches Wohnen
vergleichbar“, erklärt CIO Thomas Land-
schreiber. Nach der Fertigstellung liegt der
erwartete Marktwert des Projekts bei 35
Millionen Euro.
ZUWACHS IM BAHNHOFSVIERTEL
In der
Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs er-
richtet der Wohnungsentwickler Formart
auf einem Grundstück von rund 3.800
Quadratmetern 89 Eigentumswohnungen
und 108 Tiefgaragenstellplätze. Die Woh-
nungen des „Twenty7even“ bestehen aus
zwei bis sechs Zimmern und weisen eine
Größe von 45 bis 220 Quadratmetern
auf. Die Fassadengestaltung von „Twen-
ty7even“ lehnt sich an die gründerzeitliche
Architektur des imKaiserreich errichteten
1...,16,17,18,19,20,21,22,23,24,25 27,28,29,30,31,32,33,34,35,...36
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