Softwareguide Real Estate 2018 - page 15

die Forderung nach mehr Transparenz
sowie steigende Ansprüche bezüglich
Flexibilität undMobilität sprechen für das
Cloud-Modell einer schlanken, sicheren,
hoch verfügbaren und stets bedarfsgerecht
gestalteten IT.“
Die Business Software in die Cloud zu
verlegen ist jedoch gar nicht so einfach.
Denn: Die meisten Softwaresysteme sind
individuell gewachsene, lokal entwickelte
Konstrukte. Oft ist es sehr aufwändig,
diese Cloud-fähig zu machen. Diese klas-
sischen ERP-Systeme kommen somit über
Brückentechnologien in die Cloud oder
werden imRechenzentrumgehostet – wie
Wodis Sigma, iX-Haus, immotion oder
wowinex. Eine Alternative dazu stellen
Branchenlösungen dar, die speziell für die
Dr. Hans-Dieter Radecke, Landshut
Die Cloud bietet mit ihrer
Fähigkeit, mobile und medien-
übergreifende Arbeitsprozesse
zu integrieren, großes Potenzial
für Effizienzsteigerungen.
KLEINER CLOUD-LEITFADEN
VORTEILE DER CLOUD
Jederzeit und überall (mobil) verfügbarer
Zugriff auf Daten, Software und IT-Systeme
Leistungsstarke, stets bedarfsgerechte
IT-Unterstützung, abgerechnet nach
tatsächlich abgerufener Leistung
Höhere Sicherheitsstandards als bei
Eigenbetrieb der Systeme
Effizienzgewinn, Konzentration auf das
Kerngeschäft
Kosteneinsparung für Hardware, Software,
Verwaltung und Personal
Reduzierte Anforderungen an IT-Know-how
AUSWAHLKRITERIEN
Welche Software/IT-Funktionen
sind geschäftskritisch?
Welche Bestandteile der
Software- oder IT-Landschaft
sollen in die Cloud wandern,
welche sollen im Unternehmen
verbleiben?
Welche Cloud-Variante (Public,
Private, Hybrid) ist angemessen?
Welcher Cloud-Anbieter?
(Rechenzentrum wo?
Erfahrung? Kosten?)
Hersteller
Produkt
Cloud-Provider
Aareon
Wodis Sigma
Aareon
Crem Solutions
iX-Haus
Plusserver
Gap
immotion
Meko-S
Haufe
Haufe wowinex
Pironet
Haufe-FIO
axera
FIO Systems
Promos consult
Promos easysquare
Promos consult
Yardi
Voyager
Yardi
Cloud entwickelt werden – wie axera oder
Voyager (siehe Hersteller-Tabelle).
KOPF – NICHT BAUCH!
Nach welchen Kri-
terien sollten die Unternehmen entschei-
den, ob sie wichtige Software als Cloud-
Lösung nutzen oder lieber in Eigenregie
betreibenwollen? Größe und Komplexität
des Geschäftsmodells spielen dabei sicher
eine Rolle, allerdings sehen Experten kei-
ne Faustregeln, „ab wann“ sich die Cloud
„lohnt“. Und auch die Kostenvorteile, die
die Cloud verspricht, sind nicht immer
eindeutig zu verifizieren, wie Peter Dü-
mig, Senior Server Product Manager bei
Dell EMC, darlegt: „Die Cloud ist nicht
immer und automatisch kostengünstiger
als traditionell betriebene IT. Auch weiß
oft ein Unternehmen selbst nicht, was das
eigene ERP-System letztendlich kostet.“
Woran ist aber dann eine Entschei-
dung für oder gegen die Cloud festzuma-
chen? „Letztlich ist dies eine strategische
Frage: Wo will ich mit meinemUnterneh-
men langfristig hin?“, so Peter Dümig.
„Das bedeutet konkret: Ist mir eine eigene
IT auf Dauer zu aufwändig? Welches Mo-
dell der IT-Nutzung sichert mir die beste
Unterstützung meiner Kernkompetenz?“
Die Cloudfrage verlangt eine weitsich-
tige rationale Betrachtungsweise des eige-
nen Geschäftsmodells. Doch die überwie-
gend positiven Erfahrungenmit der Cloud
sprechen eindeutig dafür, die IT aus der
Wolke ernsthaft ins Kalkül zu ziehen.
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