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QUARTIERSENTWICKLUNG
STARTSCHUSS AM KAISERLEI OFFENBACH
Mit der Aufstellung des Bebauungsplans
am 25. November 2015 ist in Offenbach
der Startschuss für eine Projektentwick-
lung der CG Gruppe gefallen. Diese ent-
wickelt am Offenbacher Kaiserlei, an der
Stadtgrenze vonOffenbach und Frankfurt,
bis Ende 2018 ein gemischtes Quartier aus
Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Blickfang
sind die beiden 19- und 22-geschossigen
Bürotürme der ehemaligen Siemens-
Kraftwerksparte, die komplett entkernt
und nach dem Vertical-Village-Konzept
(VauVau) in rund 640 Apartments umge-
baut werden. Um die Hochhäuser grup-
pieren sich flachere Gebäude, in denen
weitere 270 Mietwohnungen für Fami-
lien entstehen, ergänzt durch Büro-, Ein-
zelhandels- und Gewerbeflächen. In das
Konzept integriert werden neben einem
urbanen Marktplatz auch Angebote von
Fitnesseinrichtungen, Coworking Spaces
und Einzelhandel. Abgerundet wird das
Projekt durch eine Kindertagesstätte und
ein 25-Meter-Schwimmbecken, welches
auch den Offenbacher Kindern für das
Schulschwimmen zur Nutzung offen ste-
hen soll.
«
Gabriele Bobka
von einem großen Bedarf an Büroflächen
ausgegangen und sahen einen „relativ
dichten Riegel“ an dieser Stelle vor. „Ein
Festhalten daran würde die Entwicklung
des Geländes über Jahre hinweg verhin-
dern“, so Eichberger.
DER ZOLLHAFEN WIRD ZUM STADTQUARTIER
Das neueMainzer Stadtquartier Zollhafen
wächst weiter. Auf dem Grundstück Ha-
fenallee II entsteht nach den Plänen des
Frankfurter Architekten Turkali ein Ge-
bäudeensemble mit Hotel-, Wohn- und
Gewerbenutzung.
Im ersten Bauabschnitt ist die Errich-
tung eines modernen Budget Hotels mit
einer Geschossfläche von 7.800 Quadrat-
metern geplant. Im zweiten Bauabschnitt
werden auf einer Geschossfläche von 7.200
Quadratmetern rund 85 Wohnungen mit
Hafenblick realisiert. „Es ist von Beginn an
unser Anspruch gewesen, mit dem Zoll-
hafen Mainz ein neues vielfältiges Stadt-
quartier zu schaffen, das in jeder Hinsicht
höchstenAnsprüchen gerecht wird – nicht
zuletzt auch architektonisch“, sagt Detlev
Höhne, Geschäftsführer der Zollhafen
Mainz Gesellschaft. Den Baubeginn für
das auf rund 45 Millionen Euro veran-
schlagte Ensemble plant die Münchner
Grund Immobilien Bauträger, eine Toch-
tergesellschaft der UBM Development
AG, für 2017.
Im Zollhafen engagiert sich auch die
LBBW Immobilien. Das nach den Plänen
von Planquadrat Elfers Geskes Krämer
entstehende Gebäudeensemble „Dock1-
Mainz“ wird nach seiner Fertigstellung
69 Eigentumswohnungen und rund 5.400
Quadratmeter Bürofläche sowie eine Tief-
garage mit 188 Stellplätzen bieten. Für
das Bürogebäude ist eine DGNB-Zerti-
fizierung in Gold angestrebt. Durch die
hohe Flexibilität bei der Flächennutzung
können die einzelnen Büroeinheiten so-
wohl als klassische Einzelbüros als auch
als Kombibüros oder Open Space Areas
ausgestaltet werden.
Das rund 30 Hektar große Mainzer
Zollhafen-Quartier soll bis 2025 fertig-
gestellt sein. Entstehen sollen rund 1.400
Wohnungen und etwa 4.000Arbeitsplätze.
Eine durchgängige Flaniermeile, „Loop“
genannt, verbindet die verschiedenen
Lagen des Quartiers. Möglich wurde der
Strukturwandel durch die Aufgabe des
innenstadtnahen Zollhafens im Jahr 2011
nach der Fertigstellung eines leistungsfä-
higeren Containerterminals auf der Ingel-
heimer Aue.