12
REGIONREPORT
FRANKFURT
I
QUARTIERSENTWICKLUNG
ein gemischt genutztes Quartier, welches
Hotellerie, Gastronomie sowie Büro- und
Apartmentflächenmiteinander verbinden
wird. „Das Hybridhochhaus mit seiner
Kombination aus Hotel- und Wohnnut-
zung besitzt insbesondere durch die In-
nenstadtlage und die exzellente Verkehrs-
anbindung ein Alleinstellungsmerkmal“,
sagt Robert Bambach, im Vorstand der
Commerz Real AG für Immobilientrans-
aktionen verantwortlich.
Das Projekt stellt das ersteGroßprojekt
auf dem Areal des künftigen Kulturcam-
pus dar. AmStandort des ehemaligenAfE-
Turms, der Anfang 2014 gesprengt wurde,
wird ein neuer Hotel- undWohnturmmit
140 Metern Höhe entstehen. Das Objekt
hat die Commerz Real für ihren Offenen
Immobilienfonds hausInvest erworben.
Für die unteren Etagen bis zum 15. Ober-
geschoss hat die spanische Hotelgruppe
Meliá einen langfristigen Mietvertrag für
ein Vier-Sterne-Hotel abgeschlossen. In
den Etagen 16 bis 40 entstehen bis zu 300
Business Apartments.
„Mit dieser Transaktion setzen wir
unseren strategischen Kurs fort, durch
den Einstieg in einer sehr frühen Phase
rechtzeitig attraktive Assets für den Fonds
zu sichern und deutlich früher an der
Wertentstehung zu partizipieren“, erläu-
tert Dr. Andreas Muschter, Vorsitzender
PLÄNE FÜR FRIEDBERGER WARTE
Das
Gebiet westlich der Friedberger Warte
zwischen Rat-Beil-Straße und Autobahn
A66 soll weiterentwickelt werden. Hierzu
hat die Stadt einen entsprechenden Be-
bauungsplan aufgestellt. Die Friedberger
Landstraße soll den Charakter einer rei-
nen Ausfallstraße verlieren und zu einer
großzügigen urbanen Straße mit neuen
Wohnquartieren und einemVersorgungs-
zentrum ausgebaut werden. Bisher gibt es
in dem rund 3,1 Hektar großen Gebiet
am Schnittpunkt der Ortsteile Nordend,
Bornheimund Preungesheimein Schnell-
restaurant, eine Tankstelle, großflächigen
Einzelhandel, ein Hotel, Läden und ver-
einzelte Wohngebäude.
Der Bebauungsplan sieht eine fünfge-
schossige Bebauung entlang der Friedber-
ger Landstraße mit einer gemischten Nut-
zung vor, die als Mischgebiet festgesetzt
wird und den westlich dahinterliegenden
Teil vom Verkehrslärm abschirmt. Hier
soll ein städtisches Quartier mit vierge-
schossigen Solitärgebäuden und hohem
Wohnanteil entstehen.
GOETHE IN OFFENBACH
ZwischenKaiserlei-
Kreisel und S-Bahn-Haltestelle „Leder-
museum“ in Offenbach entwickelt die zur
Zech Group gehörende Wohnkompanie
Rhein-Main für rund 100 Millionen auf
dem ehemaligen Gelände der Maschi-
nenfabrik „Collet & Engelhard“ das Goe-
thequartier. Auf der langjährigen Brache
entstehen rund 350 Wohnungen, Einzel-
handelsflächen und eine Kindertagesstät-
te. Das Quartier wirdmit einer Blockrand-
bebauung erschlossen. Im verkehrsfreien
Innenhof entstehen sieben Stadtvillen
und ein Wohnungsmix mit Zwei- bis
Fünf-Zimmer-Einheiten. Bei zirka 50
Wohnungen wird der Quadratmeterpreis
unter zehn Euro, also zehn Prozent unter
dem Vergleichsspiegel, liegen.
Der städtebauliche Entwurf stammt
vom Büro Landes & Partner aus Frank-
furt. Für das Großprojekt muss der beste-
hende Bebauungsplan geändert werden.
„Dieser ist ein Kind seiner Zeit“, erklärt
Markus Eichberger, Amtsleiter Stadtpla-
nung, Verkehrs- und Baumanagement der
Stadt Offenbach. Aufgestellt im Jahr 2001,
seien die Stadtplaner seinerzeit vor allem
des Vorstands der Commerz Real AG. In
den kleinsten der vier Baukörper soll eine
achtzügige Kindertagesstätte einziehen –
als eigenständiger Solitär mit separater
Erschließung. Das zweite Hochhaus mit
einer Höhe von rund 100Metern fügt sich
imwestlichen Bereich an das Gebäudeen-
semble an. Die Fertigstellung des Quar-
tiers ist für Anfang 2019 geplant.
WOHNEN AM WASSER
Wohnlagendirekt am
Wasser sind begehrt. In Frankfurt kommt
die B&L Gruppe dieser Nachfrage mit der
Entwicklung des „Hafenpark Quartiers“
unmittelbar am Main im Trendviertel
Ostend entgegen. Bis 2019 sollen auf dem
so genannten Honsell-Dreieck Gebäude
mit rund 160.000 Quadratmeter Brutto-
geschossfläche mit rund 700Wohnungen,
zwei Hotels, einem Boardinghouse, etwa
50.000 Quadratmeter Büroflächen und
2.000 Quadratmeter für Einzelhandel re-
alisiert werden.
Das städtebauliche Konzept stammt
von AS&P Albert Speer & Partner. Das
prägende Baufeld Süd wird nach den Plä-
nen des Büros Hadi Teherani Achitects
aus Hamburg entwickelt. In unmittelbarer
Nachbarschaft zur Europäischen Zentral-
bank entsteht ein Gebäudeensemble mit
mehr als 250 Eigentumswohnungen und
einem Hotel mit rund 400 Zimmern.
Foto: Commerz Real
Das Projekt von Commerz Real entsteht am zukünftigen Kulturcampus.