DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT 5/2016 - page 9

Alt werden im Quartier
WIS will mehr Servicewohnplätze
für Senioren schaffen
Die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH hatte bereits 2006
das Servicewohnen-Projekt „Wohnen wie im Hotel“ und 2015 das Projekt
„gepflegt Wohnen“ realisiert. Nach Angaben des Unternehmens hätten
70 Anmietungswünsche für das Servicewohnen nicht mehr erfüllt werden
können, weswegen nun die Entscheidung gefallen sei, in der Robert-Schu-
mann-Straße in der Nähe des Einkaufszentrums „Spreewald Kolosseum“
ein weiteres Projekt zu realisieren. Zwei zurzeit leerstehende Bestandsge-
bäude sollen dafür miteinander verbunden werden. Die Gebäude werden
seniorengerecht umgebaut und sollen über einen Concierge-Service und
über Gemeinschaftsräume verfügen.
Ziel der WIS ist es, dass sich das Wohnprojekt nach den Umbaumaßnah-
men harmonisch in die nähere Umgebung einfügt. Das Wohnungsunter-
nehmen habe ein Planungsbüro damit betraut, neue Grundrisse sowie eine
interessante städtebauliche Figur zu entwickeln, sagte WIS-Geschäfts-
führer Michael Jakobs. Die Umbaumaßnahmen sollen im Laufe des Jahres
2017 beginnen.
Weitere Informationen:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt undManagement
Stadtbauund Stadtentwicklung
Neue Mobilitätsformen
Sog. Mobilitätsstationen bündeln Fahrradverleih, Carsharing und
ÖPNV-Haltepunkte an einem Standort und erleichtern den Wechsel
zwischen den Verkehrsmitteln. Eine vom Bundesinstitut für Bau-,
Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragte Studie stellt Beispiele
für die Realisierung von Mobilitätsstationen in Städten unterschiedli-
cher Größe vor und bietet Stadt- und Verkehrsplanern Hinweise, wie
Kommunen diese realisieren können.
Bisher sind Mobilitätsstationen in Deutschland noch nicht weit
verbreitet. Die ersten wurden 2003 in Bremen eingerichtet. Erst in
den letzten Jahren haben weitere Kommunen das Konzept aufge-
griffen. Die Varianten reichen von einer Ausstattung mit „einfachen“
Stellen bis hin zu aufwändig gestalteten Bauwerken. Auch die Größe
der Stationen variiert. „Die Mobilitätsstationen haben das Kernziel
gemeinsam, alle Formen umweltschonender Mobilität – zu Fuß,
Fahrrad, Carsharing, ÖPNV – strategisch zu denken, zu fördern und
dies auch im Stadtbild sichtbar zu machen“, sagte BBSR-Direktor
Harald Herrmann.
Die Studie zeigt anhand von Beispielen, wie Anwohnern Anreize ge-
boten werden können, umweltschonende Verkehrsmittel zu nutzen
– ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Wohnquartieren mit weniger
Autos (siehe auch S. 10 in dieser DW).
BBSR-STUDIE
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