DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT 5/2016 - page 6

STÄDTEBAU UND STADTENTWICKLUNG
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5|2016
Stadtentwicklung in Neuss
An der Nordkanalallee entsteht
ein neuer Stadtteil
Die Neusser Bauverein AG plant das größte Projekt in ihrer 125-jährigen
Unternehmensgeschichte: Auf einem rund 126.000 m2 großen Grund-
stück an der Nordkanalallee soll ein neuer Stadtteil zwischen Neusser
Innenstadt und Gnadental entstehen. Das Wohnungsunternehmen kaufte
das Gelände von der Ordensgemeinschaft der Alexianer-Brüder. Das
Projekt ist für den Bauverein und die Stadt Neuss ein wichtiger Baustein
zur Umsetzung des Programms „1000/2020“, das dem Ziel dient, in fünf
Jahren 1.000 neue, bezahlbare Wohnungen zu errichten. „Wir prüfen der-
zeit, wie viele bezahlbare Wohneinheiten auf dem Areal in der Nähe zur
Innenstadt mit hohem Naherholungswert konkret möglich sind“, sagte
Frank Lubig, Vorstandsvorsitzender der Bauverein AG.
Neben Mietwohnungen sind auch Angebote für Menschen mit Demenz
oder mit Handicap, betreutes Wohnen sowie Gruppenwohnungen und
zwei Kindertagesstätten geplant. „Wie bei unseren anderen Projekten
wird ein Sozialpartner einen Quartierstreff moderieren und für eine nach-
haltige Entwicklung des neuen Stadtteils sorgen“, sagte der Vorstands-
vorsitzende.
Zudem will der Neusser Bauverein auf die Nachfrage nach Eigentum
reagieren und auf dem Areal auch Eigentumswohnungen, Reihenhäuser
und Doppelhaushälften anbieten. Auch private Bauherren werden dort auf
eigenen Grundstücken bauen können.
11. Bielefelder Stadtentwicklungstage
Zuwanderung als Chance
Vom
7. bis 8. Juni 2016
finden die 11. Bielefelder Stadtentwicklungstage
unter dem Titel „Schmelztiegel Stadt – Zuwanderung als Chance“ statt.
Die Veranstalter erwarten rund 250 Stadtplaner, Architekten und weitere
interessierte Fachbesucher. Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundes-
verband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., wird auf
die Themen Wohnungsbaudefizit und Zuwanderung zu sprechen kommen.
Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und
Verkehr des Landes NRW, erklärt, welche Investitionen notwendig sind,
um Zuwanderer besser integrieren zu können.
Das Konzept einer „Architektur des Ankommens“ präsentiert Prof. Jörg
Friedrich, Professor am Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen der
Leibniz-Universität Hannover. Weitere Redner sind TV-Journalistin Dunja
Hayali, Politiker Cem Özdemir und Prof. Dr. Andreas Zick, Leiter des Ins-
tituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität
Bielefeld.
In fünf unterschiedlichen Workshops können die Teilnehmer die Themen
Architektur, Segregation, Quartiersentwicklung, Ankommenskultur und
Vielfalt vertiefen.
Die BGW mbH veranstaltet den Kongress gemeinsam mit der Wohnungs-
wirtschaft Ostwestfalen-Lippe und der Stadt Bielefeld. Kooperationspart-
ner sind zudem der GdW, der BFW (Bundesverband Freier Immobilien- und
Wohnungsunternehmen e.V.), der vhw (Bundesverband für Wohneigen-
tum und Stadtentwicklung e.V.) und der VdW (Verband der Wohnungs-
und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.).
Weitere Informationen:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt undManagement
Stadtbauund Stadtentwicklung
Der Veranstaltungsort: die Bielefelder Stadthalle
Quelle: Bielefeld Marketing, Foto: Piecha
Drohnenaufnahme eines Grundstücksteils: Rechts ist das frühere
Alexianer-Krankenhaus zu sehen, das erhalten werden soll. Zurzeit dient
es als Zentrale Flüchtlingsunterbringung (ZUE) des Landes NRW
Weitere Informationen:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt undManagement
Stadtbauund Stadtentwicklung
Quelle: Neusser Bauverein AG
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