Region Report Frankfurt - page 32

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REGIONREPORT
FRANKFURT
I
GEWERBE
WACHSTUM AUF DEM MÖNCHHOF-GELÄNDE
Der interkommunale Gewerbestandort
Mönchhof-Gelände verzeichnet stetigen
Zuwachs. Die Firma Kolb Red Logistik
will auf einem rund 27.400 Quadratme-
ter großen Grundstück eine Logistikim-
mobilie für die Firma Agotrans Logistik
errichten, die neben ihrem Standort
Rodgau zusätzliche Flächen auf dem
Mönchhof-Gelände anmieten möchte.
Damit ist das letzte größere Baufeld im
Bereich des Gebietseingangs vermarktet.
Im vergangenen Jahr hat die Firma Multi
ParkMönchhof Main ein Grundstück mit
rund 35.800 Quadratmetern erworben.
Auf dem Baufeld wird das so genannte
Multipark-Konzept mit drei weiteren Bau-
abschnitten fortgesetzt. Als Mieter steht
die Firma CHEPAerospace Germany fest.
Außerdem wird das bestehende Angebot
von Veranstaltungsflächen ausgebaut.
Der Unternehmer Tayfur Altintop hat im
vergangenen Jahr eine 3.100 Quadratme-
ter große Erweiterungsfläche erworben
und möchte dort eine zusätzliche Ver-
anstaltungsimmobilie für Firmen- und
Familienveranstaltungen errichten und
betreiben. Die Greiwing Logistic Areas
sicherte sich 2015 ein Grundstück mit
rund 31.100 Quadratmetern Fläche. Das
Logistikunternehmen wurde von der
Firma Celanese (Industriepark Höchst)
mit der Erbringung operativer Logistik-
dienstleistungen beauftragt und plant die
Errichtung einer 13.000 Quadratmeter
großen Logistikhalle. Fraport wird im
Zusammenhang mit der fortschreitenden
durch Blockheizkraftwerke Energiekos­
ten eingespart werden. Das Projekt ist
auf fünf Jahre angelegt und soll Dialoge
zwischen den beteiligten Akteuren ansto-
ßen und Ziele des Standortmanagements
aufzeigen. Durch einen bundesweiten Er-
fahrungsaustausch erwartet die Stadt ins-
besondere zusätzliche fachliche Impulse.
Für die Projektdurchführung stellt die
Stadt 1,3 Millionen Euro zur Verfügung,
der Bund beteiligt sich im Rahmen des
Forschungsprogramms Experimenteller
Wohnungs- und Städtebau.
EIN INNOVATIONSZENTRUM FÜR HANAU
Der Technologie- und Edelmetallkonzern
Heraeus errichtet zwischen Heraeusstra-
ße und Julius-Leber-Straße in Hanau ein
Innovationszentrum. In dem Gebäude
sollen nach der Fertigstellung Ende April
2017 rund 200 Heraeus-Entwickler arbei-
ten. Insgesamt wird das rund 40Millionen
Euro teure Innovationszentrum aus vier
Stockwerken mit insgesamt fast 15.000
Quadratmetern Fläche plus einer Etage
für die Haustechnik bestehen. Das Inno-
vationszentrum ist das Herzstück des von
Heraeus geplanten „Heraeus Technology
Campus“, bei dem das Werksgelände kla-
rer als bisher in die Bereiche Verwaltung,
Entwicklung, Produktion und Logistik
gegliedert werden soll. „Das Innovati-
onszentrum nimmt eine herausragende
Rolle bei der Neustrukturierung unseres
Standorts ein. Wir stellen unseren For-
schern nicht nur ein neues Gebäude zur
Verfügung, sondern dies wird auch ein
Ort sein, an dem die Forscher anders zu-
sammenarbeiten werden. Dies ist auch in
der Architektur des Gebäudes abgebildet.
Das Design steht für Offenheit und Trans-
parenz, Begegnung und Kommunikation“,
sagt Bauherr Ralf Droste, President Herae-
us New Businesses.
«
Gabriele Bobka
Mönchhof-Gelände: Der inter-
kommunale Gewerbestandort
wächst und wächst.
Vermarktung die Verkehrsinfrastruktur
des Areals weiter bedarfsgerecht ausbau-
en. Das Mönchhof-Gelände liegt jeweils
zur Hälfte auf Kelsterbacher und Raun-
heimer Gelände. Auf 100 Hektar ist das
Areal das größte zusammenhängende und
noch zu entwickelnde Gewerbegebiet in
der Rhein-Main-Region. Das Nutzungs-
konzept konzentriert sich vor allem auf
Logistik, Büroimmobilien und kleintei-
ligen Einzelhandel sowie auf flughafenaf-
fine Unternehmen. Die Entwicklung und
Vermarktung erfolgt über die Fraport Real
EstateMönchhof, eine einhundertprozen-
tige Tochtergesellschaft der Fraport AG.
NACHHALTIGKEIT IM GEWERBEGEBIET
Die
Stadt Frankfurt will auf der Basis einer
umfassenden Machbarkeitsstudie die Ge-
werbegebiete Seckbach und Fechenheim-
Nord zum ersten nachhaltigen Gewerbe-
gebiet Frankfurts weiterentwickeln. Das
Pilotprojekt zielt darauf ab, Erfahrungs-
werte hinsichtlich der Revitalisierung
bestehender Gewerbegebiete mit unter-
schiedlichemCharakter zu gewinnen und
die Aufmerksamkeit auf die Potenziale der
Bestandsgebiete zu lenken. Dabei sollen
ökologische, ökonomische und soziale
Kriterien Berücksichtigung finden. In
der Machbarkeitsstudie sind über fünfzig
Ideen für Maßnahmen benannt worden,
die vor allem die Synergien zwischen den
Unternehmen nutzen sollen. So könnte
eine gemeinsame Betriebs-Kita Mitar-
beiter entlasten, eine Mitfahrer- und
Logistikbörse Verkehre verringern oder
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