HR-Software personalmagazin HR-Software 2026 18 Ein Jahr KI – eine Bilanz Von Markus Vollerthun und Ellada Kesidou Das Sicherheitsunternehmen VD Mayr stellt rund 600 neue Mitarbeitende pro Jahr ein – das Recruiting kam an seine Grenzen. Mithilfe einer KI-Lösung sollten Kapazitäten freigesetzt und mehr Kandidatenfreundlichkeit ermöglicht werden. Nach einem Jahr zieht das Unternehmen Bilanz. Die Sicherheitsbranche beschäftigt in Deutschland rund 270.000 Menschen. Das Münchener Traditionsunternehmen VD Mayr ist eine lokale Größe in dieser Branche und arbeitet zum Beispiel für einen bekannten Automobilhersteller und einen Bundesligaverein. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 1.500 Personen. Branchenbedingt ist die Fluktuation hoch. Zudem will das Unternehmen wachsen, ohne zusätzliche Kapazitäten in der Recruitingabteilung aufbauen zu müssen – auch vor dem Hintergrund der starken saisonalen Schwankungen beim Personalbedarf. Aktuell stellt das Unternehmen rund 600 Mitarbeitende pro Jahr ein. Damit kommen die Kapazitäten der Recruitingabteilung an ihre Grenzen. Deshalb hat man im April 2025 die KILösung Paul’s Job eingeführt. Das Ziel: Mehr Kapazitäten im Prozess ohne zusätzliche Manpower, mehr Kandidatenfreundlichkeit und eine sachliche Prüfung von Anforderungsstandards. Bewerbung per Whatsapp Zum Sourcing nutzt VD Mayr Indeed, Social Media und die eigene Karriereseite. Zwar können Jobsuchende noch den klassischen Weg per Formularbewerbung wählen, die meisten entscheiden sich jedoch aktuell für Whatsapp. Um den Prozess anzustoßen, reicht es für Kandidaten aus, eine Frage nach einem Job zu stellen. Lebenslauf oder Anschreiben sind nicht nötig. Den Rest übernimmt mittlerweile die „Paul“ genannte KI. Die KI prüft die formalen Kriterien Dieser „Rest“ ist nicht trivial. Das Unternehmen rekrutiert von Aushilfen im Eventbereich bis hin zu qualifizierten Sicherheitsmitarbeitenden, geprüften Schutz- und Sicherheitskräften, Schichtleitern oder Objektschützern. Je nach Einsatzbereich sind
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