Personalmagazin HR-Software 10/2026

16 HR-Software personalmagazin HR-Software 2026 Bei der Digitalisierung von RecruitingProzessen besteht nach wie vor erhebliches Potenzial. Das zeigt sich zum Beispiel bei den Mitarbeiterempfehlungsprogrammen. Zwar setzen inzwischen 59 Prozent der Unternehmen solche Programme ein (plus 16 Prozent im Vergleich 2025), aber die meisten arbeiten dabei mit manuellen Lösungen wie Excel. Nur elf Prozent der befragten Unternehmen nutzen digitale Systeme für Mitarbeiterempfehlungen, trotz klarer Effizienz- und Professionalisierungsvorteile. Das ermittelte die Studie „Recruiting Trends 2026“ im Auftrag von Jobcluster. Die Studie betrachtete auch den Einsatz von Bewerbermanagementsystemen. Hier zeigt sich ein ähnliches Bild: 82 Prozent der Unternehmen haben ein Bewerbermanagementsystem installiert, aber 18 Prozent setzen weiterhin auf manuelle Prozesse mit Excel und Co. Mehr als zwei Drittel dieser Firmen (69 Prozent) planen auch in nächster Zeit keine Einführung einer Recruiting-Software, trotz der Vorteile für Effizienz, Transparenz, Datenschutz und Candidate Experience. Die meisten davon sehen einfach keine Notwendigkeit für eine Software (46 Prozent), viele halten auch die Kosten für zu hoch (27 Prozent) oder haben keine Ressourcen dafür (19 Prozent). Nur wenige der Befragten (jeweils acht Prozent) geben an, ein Bewerbermanagementsystem sei zu kompliziert oder sie hätten kein passendes System gefunden. Auch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz besteht starke Zurückhaltung in den Recruiting-Bereichen. 68 Prozent der befragten Unternehmen geben an, aktuell keine KI-Lösungen zu nutzen. Der Anteil aktiver Nutzer ist laut den aktuellen Studienergebnissen sogar leicht rückläufig und liegt bei 31 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent). Wird KI eingesetzt, beschränkt sich dies überwiegend auf unterstützende Anwendungen, etwa bei der Texterstellung oder im Kampagnenmanagement für Social-Media-Recruiting. Die Umfrage zeigt weiter: Die Bedeutung von HR-Kennzahlen nimmt zu. 86 Prozent der Unternehmen erheben entsprechende Daten (plus fünf Prozent). Allerdings erfolgt die Datenerfassung in der Hälfte der Fälle manuell, während nur 36 Prozent der Firmen auf automatisierte, digitale Lösungen zurückgreifen. Viele wollen weder Software noch KI Digitales Recruiting Bild: Nina Lemm / @art_and_intelligence

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