Was ein neues GEG für die TGA bedeuten könnte Der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD hat mit der geplanten Fortschreibung des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz einen grundlegenden Neuordnungsprozess angestoßen. Die möglichen Konsequenzen: Ein konkreter Gesetzentwurf ist bis Ende Februar 2026 angekündigt. Ziel ist eine technologieoffenere, flexiblere und zugleich vereinfachte Regulierung, die Investitions- und Planungssicherheit im Gebäudesektor erhöhen soll. Für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) könnten sich daraus spürbare Konsequenzen ergeben. Die bislang stark fokussierte Vorgabe zur Heiztechnik – etwa die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neuen Anlagen – dürfte zugunsten eines systemischen Ansatzes relativiert werden. Damit rücken integrierte TGA-Konzepte stärker in den Fokus: die Kombination aus effizienter Gebäudeautomation, optimierter Regelungstechnik, sektorenübergreifenden Energiesystemen sowie der intelligenten Einbindung erneuerbarer Energien. Planung und Auslegung könnten sich künftig weniger an einzelnen Technologien, sondern stärker an nachweisbaren Effizienz- und Emissionszielen orientieren. Branchenverbände wie der ZVEI warnen zugleich, dass eine bloße Umbenennung ohne inhaltliche Kontinuität neue Unsicherheiten schaffen würde. Für TGA-Planer, Hersteller und Betreiber ist daher entscheidend, dass das neue Gesetz klare, rechtssichere Leitplanken setzt. Gelingt dies, bietet die Reform die Chance, die energetische Modernisierung des Bestands ganzheitlicher zu denken – mit höherem Stellenwert für digitale Gebäudeleittechnik, Monitoring, Regelungsoptimierung und die intelligente Vernetzung aller gebäudetechnischen Systeme. (fu) Tipps für die Praxis: So heben Betreiber den Datenschatz erfolgreich • Datenquellen identifizieren und konsolidieren: Welche Geräte liefern welche Informationen? • Herstellerabhängigkeiten reduzieren: Offene Schnittstellen und interoperable Systeme bevorzugen • Standardisierte Datenmodelle einführen, z. B. nach BIM- und GA-Normen ein Cybersecurity-Konzept integrieren • Pilotprojekte starten und skalierbare Use Cases definieren • Datenkompetenzen im Team aufbauen – technisch wie organisatorisch Wichtiger als Perfektion ist es, überhaupt anzufangen: Jedes Gebäude generiert bereits heute Daten, die genutzt werden können. 15 · Immobilienwirtschaft · 01 / 2026 Digitales Monitoring für alle Heizungsanlagen: Effizienz steigern, Kosten senken www.immoconn.com • Intelligentes Heizungsmonitoring für mehr als 20.000 Anlagen • Herstellerunabhängig und mit optionaler Fernsteuerung • Störungsfreie Heizungen, vereinfachte Verwaltungsprozesse •CO2-Emissionen und Energiekosten dauerhaft senken, Energieeffizienzklasse verbessern • Smarte Technik kombiniert mit dem Praxiswissen unseres erfahrenen SHK-Meisterteams Jetzt Demo buchen
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==