Immobilienwirtschaft 3/2026

79 · Immobilienwirtschaft · 03 / 2026 „MIT DIESEN FIRMEN KÖNNEN WIR ALLE ALLTÄGLICHEN BEDÜRFNISSE AUS UNSEREM BEREICH UNTER EINEM DACH VEREINEN – VERMARKTUNG, VERWALTUNG, BAU UND FINANZIERUNG.“ Haidar Tahmaz, Mitübernehmer Dr. Kressner-Gruppe alle Beteiligten kurz- und mittelfristig diverse Veränderungen mit sich. Zwei der vier Mitarbeitenden der übernommenen Firmen – diejenigen, die dabeibleiben wollten – gehören jetzt zum Team. „Mir hat es sehr geholfen, dass ich mal angestellt war. So konnte ich die Belange der Mitarbeitenden besser berücksichtigen“, meint Miriam Schwarz. Jetzt gilt es, Arbeitsaufteilungen und Abläufe neu zu organisieren. Die Standortfrage sei zwar geklärt, müsse jedoch noch realisiert werden. Die Räumlichkeiten der Dr. Kressner-Gruppe in Berlin-Wilmersdorf dienen künftig als Zweigstelle. Die zentrale Lage bietet sich für Besprechungen an. Darüber hinaus laufen derzeit die Vorbereitungen, um einen Bestandsbau am Firmensitz Tahmaz/ Schwarz im Norden Berlins zu erweitern. Damit hat die neu entstandene Unternehmensgruppe viel Spielraum – auch für künftige Entwicklungen. AMBITIONIERTE ZUKUNFTSPLÄNE Die Übernahme war ein weiterer Schritt im Miteinander der beiden, aber sicherlich nicht der letzte. Miriam Schwarz und Haidar Tahmaz haben große Pläne. „Wir bereiten die Zusammenführung unserer Firmen in einer Holding vor. So können die einzelbracht und teils bis tief in die Nacht zusammengesessen“, erzählt die Verwalterin. In den Gesprächen mit den bisherigen Eigentümern der Dr. Kressner-Gruppe und ihren Beratern ging es um künftige Strukturen, aber natürlich auch um den Kaufpreis. „Wir beide kamen aus einer sehr selbstbewussten Situation. Wir waren zwar die kleinere Seite, aber unsere Firmen sind erfolgreich. Unsere Mitarbeitenden und unsere fachlichen Berater haben uns immer wieder ermutigt und Kraft gegeben. Wir haben uns sehr viel mit der Materie beschäftigt und konnten an manch einem kritischen Punkt fundiert argumentieren. Dadurch entstanden Gespräche auf Augenhöhe“, beschreibt Haidar Tahmaz den Umgang miteinander. Grundlage der Kaufpreisverhandlung war die Analyse durch den Wirtschaftsprüfer. Über Zahlen haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Tahmaz verrät nur: „Wir haben durchaus hart verhandelt.“ VERÄNDERUNGEN IN DEN UNTERNEHMEN Gerade in der Schlussphase habe der Vertragsentwurf mehrfach die Runde gemacht zwischen beiden Seiten und ihren zusammen knapp zehn Beratern. Noch im Notartermin wurden letzte Details geklärt. Am Abend des 30. April war die Übernahme besiegelt. „Das ist ein guter Termin geworden“, meint Miriam Schwarz. Sie ist nun Geschäftsführerin der hinzugekommenen Firmen. „Wir haben uns so sehr um alle Details gekümmert, dass wir erst nach der Unterschrift den Blick auf das Ganze haben. Das müssen wir dann erstmal sacken lassen. Dafür sind der Feiertag und das Wochenende ideal. Am Montag stürzen wir uns auf unser neues Berufskapitel.“ Das bringt für

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==