Immobilienwirtschaft 3/2026

80 · Immobilienwirtschaft · 03 / 2026 Verwaltung & Vermarktung Unternehmensnachfolge „WIR HABEN UNS SO SEHR UM ALLE DETAILS GEKÜMMERT, DASS WIR ERST NACH DER UNTERSCHRIFT DEN BLICK AUF DAS GANZE HABEN. DAS MÜSSEN WIR DANN MAL SACKEN LASSEN.“ Miriam Schwarz, Mitübernehmerin der Dr. Kressner-Gruppe nen GmbHs erhalten bleiben“, erläutert Schwarz. „Außerdem überlegen wir, die beiden Verwaltungsfirmen zu verschmelzen. Sie haben inhaltlich die größten Überlappungen, aber unterschiedliche Abläufe. Mittelfristig ist eine Vereinheitlichung notwendig.“ Die Vorbereitungen dafür hat sie bereits in die Wege geleitet: Portunes Immobilien nutzt immoware24. Die Software erlaubt den Import der Stammdaten aus der Software der übernommenen DEKA. Innerhalb von sechs bis acht Wochen, so die Schätzung der Geschäftsführerin, sollte das erledigt sein. Die Immobilienverwaltung wollen die beiden Inhaber zum Schwerpunkt ihres Portfolios ausbauen. Aus den bislang 450 und nach der Übernahme 1.410 verwalteten Einheiten sollen bis zum Jahr 2030 rund 4.000 werden. Dann könnte die Belegschaft auf 25 Mitarbeitende wachsen. „Das ist ein Höhenflug. Den muss man bedacht angehen, mit Druckausgleich. Denn wir haben Verantwortung für die Mitarbeitenden“, betont Tahmaz. In ihrer Personalpolitik setzen die Inhaber auf mehrere Standbeine. Bereits heute arbeitet die TSP-Planungs GmbH mit freien Mitarbeitenden zusammen. Lutz Lemme und Andreas Banse werden die neu entstandene Gruppe bei Bedarf mit ihrer langjährigen Expertise im kaufmännischen und technischen Sektor unterstützen. Durch eine gerade anlaufende Kooperation mit dem Bereich Architektur und Bauwesen der Berliner Hochschule für Technik (ehemals Beuth Hochschule) können Werkstudierende angebunden werden. Außerdem wird Miriam Schwarz die notwendige Ausbildereignungsprüfung absolvieren, damit das Unternehmen künftig Ausbildungsplätze anbieten kann. „Uns ist bewusst, dass alles von uns beiden abhängt. Diese Pläne lassen sich nur realisieren, wenn es uns gelingt, zusätzliche Aufträge zu generieren“, betont Haidar Tahmaz. WEITERE ÜBERNAHMEN NICHT AUSGESCHLOSSEN Zusätzliche Aufträge – die können von neuen Kunden kommen oder von Bestandserweiterungen bestehender Kunden. Auch die Übernahme von weiteren Immobilienverwaltungen ist für das Unternehmer-Duo ein Thema. „Wir sind neun Monate mit dieser ersten Übernahme schwanger gegangen. Das war ein Lern- und Reifungsprozess. Wir waren mit den unterschiedlichsten Problemen konfrontiert und haben Lösungen gefunden“, so die Überlegung von Makler Tahmaz. Außerdem haben die vergangenen Monate die beiden noch näher zusammengebracht. Ein solcher Prozess sei auch ein stilles Commitment. „Mit all diesen Erfahrungen fällt eine weitere Übernahme sicherlich leichter.“ Erste Gespräche mit einem interessierten Verwaltungsunternehmen laufen bereits. Ergänzend setzen die beiden auf ihre beruflichen Netzwerke in Berlin. Schließlich hat es sich für sie bereits mehrfach bewährt, direkte Kontakte als Startpunkt zu nutzen und auszubauen.

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