Immobilienwirtschaft 3/2026

29 · Immobilienwirtschaft · 03 / 2026 mepumpen bereits heute wirtschaftlich darstellbar. In unsanierten Gebäuden können hohe Investitionskosten und notwendige Zusatzmaßnahmen – etwa an Gebäudehülle oder Heizflächen – die Wirtschaftlichkeit verschlechtern. Dennoch lassen sich Wärmepumpen auch dort häufig effizient betreiben, solange die maximale Vorlauftemperatur unter etwa 55 bis 60 Grad bleibt. Das ist oft schon durch den Austausch einzelner Heizkörper erreichbar – ohne umfassende Sanierung. Langfristig kann eine energetische Sanierung dennoch sinnvoll sein, um Kosten zu senken, den Komfort zu erhöhen und die Stromnetze zu entlasten. FACHKRÄFTE UND DACHFLÄCHEN ALS ENGPASS Die Umsetzung stößt jedoch auf praktische Hürden. Der Fachkräftemangel im Handwerk führt zu langen Umsetzungszeiten und steigenden Installationskosten. Gleichzeitig werden Netzanschlüsse zunehmend zum Engpass, insbesondere bei größeren PV-Anlagen. Hinzu kommt das klassische Mieter-Vermieter-Dilemma: Die Investitionen liegen meist beim Eigentümer, während die Einsparungen den Mietern zugutekommen. Modelle wie Mieterstrom oder Contracting gewinnen daher an Bedeutung, bleiben aber komplex in der Umsetzung. Gerade in innerstädtischen Quartieren kommt noch ein weiteres Problem hinzu: begrenzte Dachflächen. Für eine sinnvolle Eigenversorgung mit ENTWURF ZUM GModG IN DER KRITIK Der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) sieht tiefgreifende Änderungen für die Wärmeversorgung in Wohngebäuden vor. Zentrales Element ist die so genannte „Bio-Treppe“: Neue Gas- und Ölheizungen sollen künftig schrittweise steigende Anteile erneuerbarer Energieträger nutzen. Gleichzeitig werden Hybridheizungen mit Wärmepumpen, neue Anforderungen an Nachweise und Dokumentation sowie Regelungen zu Solarthermie, Ladeinfrastruktur und Gebäudeautomation eingeführt. Besonders relevant für die Wohnungswirtschaft ist die geplante Neuordnung der Kostenverteilung: Netzentgelte, CO2-Kosten sowie Mehrkosten für erneuerbare Brennstoffanteile sollen künftig teilweise zwischen Vermietern und Mietern aufgeteilt werden. Ziel ist es, Preis- und Klimarisiken fossiler Heizsysteme nicht allein auf die Nutzer abzuwälzen. Gerade für Eigentümergemeinschaften und Vermieter bedeutet das jedoch zusätzliche Anforderungen bei Abrechnung, Informationspflichten und organisatorischer Umsetzung. Verbände wie der VDIV Deutschland warnen deshalb vor wachsender Komplexität in der Verwaltungspraxis. Alle Anlagen unter Kontrolle mit dem digitalen Heizungskeller Effizienz steigern, Kosten senken www.immoconn.com • Intelligentes Heizungsmonitoring • Herstellerunabhängig und mit optionaler Fernsteuerung • Störungsfreie Heizungen, vereinfachte Verwaltungsprozesse •CO2-Emissionen und Energiekosten dauerhaft senken, Energieeffizienzklasse verbessern • Smarte Technik kombiniert mit dem Praxiswissen unseres erfahrenen SHK-Meisterteams • Daten aus mehr als 20.000 Anlagen auf der Plattform Jetzt Demo buchen

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==