32 · Immobilienwirtschaft · 04 / 2025 Schwerpunkt Expo Real 2025 – KI & Nachverdichtung Die Anzeige der Personalvermittlung Impact an einer Baustelle in Antwerpen ging 2023 viral. KI könne viel, aber eben keine Gebäude bauen, sagte das Unternehmen damals. Roland Riethmüller, Vorstand des Bundesverbands digitales Bauwesen, bestätigt: „Während die Bauindustrie bereits mit KI arbeitet, ist das Bauhandwerk von Digitalisierung noch ganz weit entfernt. Einen völligen Verzicht auf den Faktor Mensch halte ich in absehbarer Zeit erstmal für kaum realisierbar. Mit KI und Robotik kann vieles vereinfacht werden, aber die heutigen Baustellen sind darauf nicht ausgelegt. Anders als in einer Fabrik gibt es Unwägbarkeiten und Herausforderungen, die individuell gelöst werden müssen. Da ist einfach Erfahrung und Manpower gefordert.“ Aber das könne sich ändern. KUKA und die RWTH Aachen arbeiten schon heute an Baurobotern. GAMECHANGER KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Und auch an den Schreib- und Planungstischen heißt es immer öfter: „Hey ChatGPT, plan this building“. Denn der Druck ist angesichts von Wohnraumknappheit, der stockenden Sanierungsquote und den Herausforderungen von Nachverdichtungsprojekten hoch. Künstliche Intelligenz soll 1. KI-Agentenstruktur Basierend auf Microsoft-Technologien entwickelt Peter Gross neue Agenten für den Arbeitsalltag. Verträge könnten etwa automatisch analysiert, Nachträge erkannt und generiert werden. Auch die Materialerfassung und Dokumentation soll künftig weitgehend automatisiert ablaufen. „Unser Anspruch ist es, die Technologien so zu implementieren, dass sie jederzeit up to date und skalierbar sind. Anstatt eigene Software TEXT Jasper Radü „HEY CHATGPT, FINISH THIS BUILDING“ KI REVOLUTIONIERT BAUSTELLEN: Von Planung bis Übergabe erkennt sie Probleme früh, verarbeitet Daten effizient und könnte Zeit- sowie Kostenüberschreitungen minimieren. Besonders bei serieller Nachverdichtung oder Sanierung unterstützt KI durch strukturierte Potenzialanalysen und spart enormen manuellen Aufwand. der Gamechanger werden und der durch Kostendruck geprägten Branche Entlastung bringen. „KI wird in den kommenden Jahren die Bauwirtschaft tiefgreifend verändern. Wer jetzt nicht in die Technologie investiert, wird ins Hintertreffen geraten und nicht überleben“, sagt Frank Paul, Geschäftsführer Hochbau bei Peter Gross Bau. Er fasst die KI-Strategie des 140 Jahre alten Bauunternehmens folgendermaßen zusammen: 1 EINFLUSS Die Werbung für die belgische Arbeitsvermittlung Impact an einem unvollendeten Gebäude in Antwerpen ging viral
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