Seite 57 - personalmagazin_2012_10

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Anbieter ihre Interessenten häufig mit
vertriebsorientierten Präsentationen.
Ob tatsächlich alle Funktionen zur Steu-
erung der Personalressourcen benötigt
werden, bleibt in dieser Phase vielfach
unbeleuchtet.
Bestehende Prozesse optimieren
Ob sich die Erwartungen tatsächlich er-
füllen, ist wesentlich an die Bereitschaft
geknüpft, bestehende Strukturen und
Prozesse zu verändern. Es genügt nicht,
ein gutes Softwarewerkzeug zu installie-
ren: Management und Fachbereichslei-
tungen müssen eng in den PEP-Prozess
eingebunden, die Rollen eng verzahnt
sein, meinen 74 Prozent der Befragten.
Zielvorgaben und Kennzahlen aus dem
Prozess müssen zudem ständig über-
wacht werden, damit die Planer nicht
nur den Arbeitszeitbedarf verwalten,
sondern auch strategische Aspekte be-
rücksichtigen. Hierfür ist ein durch-
gängiges Controlling nötig. Es muss die
spezifischen Fragen der drei Zeiträume
strategisch-langfristiger, taktisch-mit-
telfristiger und operativ-kurzfristiger
Personaleinsatzplanung mit aussage-
kräftigen Kennzahlen unterstützen. Ge-
rade aber das Controlling beteiligen nur
20 Prozent der Firmen am Prozess.
Insgesamt ist der Trend zu professio-
nellen IT-Systemen zur Einsatzplanung
ungebrochen und dürfte sich auch künf-
tig auf hohem Niveau halten. Die Aussa-
gen der Befragten bestätigen diese schon
seit rund 20 Jahren anhaltende Entwick-
lung. Damit sich die Nutzung von PEP-
Tools zu einer Erfolgsgeschichte für das
eigene Unternehmen entwickelt, wird
jedoch mehr als Zeit- und Meilenstein-
planung, Pilotprojektierung und erfolg-
reiche Testläufe benötigt. Unabdingbar
bleibt, dass die begleitenden Maßnah-
men zur Identifikation der Mitarbeiter
mit den Unternehmenszielen führen.
Jürgen Wintzen
ist Geschäftsführer
der BM-Orga GmbH in Hamburg.
Heinzpeter Lindroth
ist strategischer
Berater, Partner Fokus Zeit GmbH in
Erlangen.