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spezial
_Zeit, Zutritt, PEP
Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
folgreich bewältigt werden kann, ist heu-
te ein ganz wichtiges Kriterium.“
Verzahnung von Zeit und Projekt
Auch Thomas Herling, Leiter strate-
gisches Marketing der Kaba Gruppe,
sieht mobile Lösungen als sinnvolle
Ergänzung der Lösungen zu Zeitwirt-
schaft und Personaleinsatzplanung an:
„Deshalb werden sie in diesem Kon-
text einen festen Platz einnehmen. Sie
stehen dort zur Verfügung, wo sie ge-
nau in diesem Moment gebraucht wer-
den – und das ist eben auch mobil.
Die Zeitwirtschaft in der Cloud ist ei-
ne logische Weiterentwicklung des bei
großen Unternehmen seit Längerem
praktizierten BPO (Business-Process-
Outsourcing), das nun auch für kleine
und mittelständische Unternehmen in-
teressant wird. Ausgehend davon, dass
die Zeitwirtschaft zwar eine unterneh-
menskritische Funktion darstellt, aber
normalerweise keine Kernkompetenz
eines Unternehmens ist, erwarten wir
eine rapide Zunahme dieser Lösungs-
variante insbesondere in Kombination
mit zentralen Dienstleistungen rund um
die Zeitwirtschaft. Geht es um die Frage,
wie komplex beziehungsweise einfach
eine Zeitwirtschaftslösung sein darf, so
lautet die Antwort: Eine Lösung muss
einfach in der Anwendung sein, die da-
hinterliegende Thematik wird aber eher
komplexer werden, als das heute der Fall
ist. Getrieben wird dies von einer immer
engeren Verzahnung von Arbeitszeit zu
Projekt- oder Produktionsleistungen.
Um Projekte korrekt abrechnen oder
um die Qualität eines Produkts genau
bewerten zu können, muss das Unter-
nehmen wissen, wer wann was unter
welchen Bedingungen getan hat. Somit
ist eher eine Zunahme der Erfassung
und Kontierung der Arbeitszeiten zu er-
warten und weniger eine Zunahme der
Vertrauensarbeitszeit. Denn Vertrau-
ensarbeitszeit würde in dieser Hinsicht
die Arbeit von der Person trennen.“
Zeit und Entgelt stärker verknüpft
Stefan Post, Geschäftsführer von SP_Da-
ta, sieht einen wachsenden Bedarf an
Lösungen mit umfangreichen Analyse-
möglichkeiten, die so einfach wie mög-
lich bedient werden können: „Unsere
Kunden aus der Fertigungsbranche be-
nötigen immer mehr komplexe informa-
tische Lösungen, in denen kleine Details
aus der Zeiterfassung für Kostenrech-
nung und Controlling bereitgestellt wer-
den können. Hier ist die Verbindung
zwischen Zeiterfassung und Bewertung
durch die Entgeltabrechnung ein wich-
tiger Faktor. Diese Kunden verlangen
trotz umfangreichen Betriebsvereinba-
rungen und den daraus resultierenden
Zeitmodellen ein Zeiterfassungssystem,
welches der Anwender selbst steuern
kann – ohne teure externe Unterstüt-
zung und lange Projektlaufzeiten. Von
dieser Philosophie profitieren Anwen-
der mit einfachen Anforderungsprofilen.
Software-Projekte werden innerhalb kür-
zester Einführungsphasen gemeinsam
mit dem Kunden realisiert – bedeutet so-
mit für die Hersteller: Der Trend zu ein-
fachen Lösungen nimmt zu. Auch wenn
detaillierte Zeitdaten für die meisten Un-
ternehmen immer wichtiger werden, so
wird die Vertrauensarbeitszeit dennoch
nicht aussterben. Sie ist eher in spezi-
ellen Branchen und Tätigkeiten – klas-
sisch im Vertrieb – anzufinden. Große
Unternehmen hingegen setzen auf Zeit-
kontenregelungen, um Belastungsspit-
zen abfangen und verteilen zu können.
Wir sehen den Trend zur Zeitkonten-
führung aus einem neuen Blickwinkel:
Die immer komplexer werdenden Ver-
bindungen zwischen dem gesetzlichen
Meldewesen in der Entgeltabrechnung
und damit auch der Verbindung zur
Zeiterfassung. Künftig sind hier manu-
elle Schritte zu vermeiden, die durch
Eingaben im Zeiterfassungssystem und
Entgeltsystem entstehen. Wir arbeiten
aktuell an einer vollständigen Integrati-
on von Zeiterfassung und Entgeltsystem
in puncto Fehlzeitenregelung.“
Komplexe Lösung, einfache Nutzung
Jürgen Klipfel, Product Category Ma-
nager bei Interflex Datensysteme, sieht
die einfache Bedienbarkeit von Zeitwirt-
schaftslösungen im Zentrum des Inte-
resses: „Kundenanforderungen sind je
nach Branche und Region sehr verschie-
den, von sehr einfach bis sehr komplex
ist alles drin – flexible und vor allem
benutzerfreundliche User-Interfaces da-
gegen waren und bleiben im Trend. Ei-
ne professionelle Zeitwirtschaftslösung
zeichnet sich durch flexible Modellie-
rungsmöglichkeiten, modularen Aufbau
und den dazugehörigen professionellen
Service aus und deckt damit standard-
mäßig ‚einfache‘ wie auch sehr spezielle
beziehungsweise komplexe Anforderun-
gen ab. Den größten Nutzen in Hinsicht
auf Zeit- und Kostenersparnis bringen
allerdings maßgeschneiderte Lösungen,
die ständig an die Anforderungen des
Kunden angepasst werden. Das erken-
nen und schätzen immer mehr Kunden.
„Das Unternehmen muss wissen, wer wann
was unter welchen Bedingungen getan hat.“
Thomas Herling, Leiter strategisches Marketing der Kaba Gruppe
„Die Verbindungen zwischen Meldewesen
und der Zeiterfassung werden komplexer.“
Stefan Post, Geschäftsführer von SP_Data