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Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
stellen bereits seit Jahren sicher, dass
unsere Kunden ihre Atoss-Lösungen in
der Cloud betreiben können, entweder
bei einem unserer Cloud-Partner oder
einem Partner ihrer Wahl. Mit der rich-
tigen Software-Lösung können auch die
komplexesten Regelungen einfach abge-
bildet werden, das heißt, einfache An-
wendung und zugleich hohe Flexibilität
und Prozess- wie Rechtssicherheit. Viele
Unternehmen kommen auch gar nicht
umhin, umfassende Regularien und ei-
ne Vielzahl von Arbeitszeitmodellen ab-
zubilden. Denken Sie beispielsweise an
ein Krankenhaus mit Rund-um-die-Uhr-
Betrieb und Bereitschaftsdiensten. Hier
sind leistungsstarke Lösungen gefragt,
die auch die komplexesten Tarifverträ-
ge und Betriebsvereinbarungen einfach
und problemlos im Standard abbilden
können – und dabei intuitiv in der Be-
nutzung bleiben. Was mir als eine De-
batte der Vergangenheit erscheint, ist
dagegen die Diskussion um Zeitwert-
konten versus Vertrauensarbeitszeit.
Heute beschäftigen sich Unternehmen
vielmehr mit der Frage der Flexibili-
sierung. Um einen bedarfsoptimierten
Personaleinsatz zu gewährleisten, sind
flexible Arbeitszeiten in Kombination
mit Langzeit- und Kurzzeitkonten wich-
tig und in vielen Unternehmen gelebte
Praxis.“
Kein Trend zur Vertrauensarbeitszeit
Auch Walter Elsner, Geschäftsführer von
PCS Systemtechnik, erwartet, dass die
stärkere Verbreitung von mobilen End-
geräten wie Smartphones die Nachfrage
nach mobilen Anwendungen für die Zeit-
wirtschaft verstärkt: „Wichtig ist, dass
grundlegende Fragen rund um die Infra-
struktur geklärt sind (Stichwort ‚Bring
Your Own Device‘), und dass die An-
wendungen so konzipiert sind, dass der
Datenschutz gewährleistet ist. Die Zeit-
wirtschaft in der Cloud wird keine spe-
zielle Rolle in der IT-Strategie spielen.
Entscheidet sich ein Unternehmen für
eine Cloud-Lösung, wird auch die Zeit-
wirtschaft in der Cloud sein. Es macht
wenig Sinn, der Zeitwirtschaft eine Son-
derrolle zugestehen zu wollen, speziell
wenn sie an ERP-Systeme angeschlossen
ist. Sie wird sich immer der grundsätz-
lichen IT-Strategie unterordnen. Bei der
Zutrittskontrolle ist RFID nach wie vor
die marktbeherrschende Technologie.
Biometrie spielt im Vergleich dazu im-
mer noch eine marginale Rolle, wobei für
Komfortanwendungen der Fingerprint
eingesetzt wird, während für den Hoch-
sicherheitsbereich die Venenerkennung
die Iriserkennung sehr oft ablöst. NFC
(Near Field Communication) ist zwar
in aller Munde, aber von einer echten
Markteinführung noch weit entfernt. Da-
zu sind noch zu viele Fragen ungeklärt.
Die Frage nach Vertrauensarbeitszeit ist
so alt wie die Zeiterfassung. Wir sehen
keinen Trend hin zur Vertrauensarbeits-
zeit. Im Gegenteil: Um sich nicht dem
Verdacht auszusetzen, dass Mitarbeiter
ausgenutzt und Arbeitszeiten manipu-
liert werden können, ist immer mehr
Firmen wichtig, die Arbeitszeit elektro-
nisch zu erfassen.“
Die Cloud ist ein emotionales Thema
Klaus Wössner, Vertriebsleiter von
ISGUS, erwartet, dass die Verbreitung
der Cloud wächst: „Es ist eher noch ein
emotionales Thema, ob man der Cloud
hinsichtlich der Datensicherheit so weit
vertraut, um Mitarbeiterdaten dorthin
auszulagern. Aber nüchtern und sach-
lich betrachtet, wird die Bedeutung der
Cloud in Zukunft wachsen. Zudem sind
wir uns absolut sicher, dass sich mobi-
le Anwendungen durchsetzen werden.
Wir bieten schon seit Jahren mobile Lö-
sungen für die Datenerfassung an, und
mit den Smartphone beschleunigt sich
die Marktentwicklung beträchtlich. Den
Bedarf, mobil zu planen und zu erfas-
sen, sehen wir in vielen Bereichen, in
denen die Zeitwirtschaft oder eine PEP
bisher mangels geeigneter Technologien
zwar als wünschenswert erkannt wurde,
aber organisatorisch zu aufwendig oder
technisch zu teuer war. Geht es um die
Frage, wie komplex eine Zeitwirtschaft
sein sollte, kann ich die Antwort auf
einen einfachen Nenner bringen: Un-
sere Kunden tendieren eindeutig zu an-
spruchsvollen, bereichsübergreifenden
Lösungen. Das bedeutet, dass der Leis-
tungsumfang der verschiedenen Module
und deren Integration in die vorhandene
IT komplexer werden. Das gilt aber nicht
für die Bedienung, die explizit einfach
und auf den jeweiligen Rollenträger
zugeschnitten sein muss. Komplexer
oder besser formuliert, umfangreicher
und umfassender, wird damit aber auch
die Beratung. Wir sprechen heute in na-
hezu jedem Kundengespräch über BDE,
MDE, MES oder die unterschiedlichen
Aspekte der Personalbedarfsermittlung
und Einsatzplanung bevor eine Entschei-
dung getroffen wird und der Kunde auch
dann oft zunächst ‚nur‘ mit der Zeiterfas-
sung startet. Aber die Sicherheit, sich für
einen Partner zu entscheiden, mit dem
dann auch der weitere Systemausbau er-
„Immer mehr Firmen erfassen die Arbeits-
zeit elektronisch, weil das gerechter ist.“
Walter Elsner, Geschäftsführer von PCS Systemtechnik
„Nüchtern und sachlich betrachtet wird die
Bedeutung der Cloud in Zukunft wachsen.“
Klaus Wössner, Vertriebsleiter von ISGUS