Seite 25 - personalmagazin_2012_10

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verkleideten männlichen Studenten, der
engagiert die Werbetrommel rührte.
Vor solchenÜberraschungenwollte sich
die Deutsche Bahn offenbar schützen: Das
Unternehmen bat User, per Facebook-App
Geschichten einzureichen, die sie mit der
Bahn erlebt haben, um diese imMiniatur-
format nachzustellen. Das Ziel: Die Viel-
falt des Unternehmens als Arbeitgeber
präsentieren. Doch der „Crowd“ wurde
eine Grenze gesetzt, denn am Ende kürte
eine Jury unter Leitung von DB-Vorstand
Rüdiger Grube die Sieger.
Mitarbeiter und Kunden binden
Richtig eingesetzt kann „Crowdsourcing“
mehr sein, als nette Marketingideen zu
sammeln. Es kann zu grundlegenden
Neuorganisationen führen, die Arbeits-
weise von Unternehmen entscheidend
verändern und gerade auch interne
Mitarbeiter stärken. Erfolgreiche Un-
ternehmen haben dieses Prinzip längst
erkannt und auch umgesetzt. Zu ihnen
gehört Google. Die innovativen Ideen
werden hier von kreativen Mitarbeitern
entwickelt und von Usern in Betaphasen
getestet. Auf diese Weise verlagert Goo-
gle Innovation wie Qualitätssicherung in
die „Crowd“ und hat so einige der erfolg-
reichsten Software-Dienste der letzten
Jahre auf den Markt gebracht.
„Crowdsourcing“ hat viel mit der Bin-
dung von Kunden und Mitarbeitern zu
tun – und mit Motivation und Transpa-
renz. Die Managementberatung V & S
scheint das erkannt zu haben und hat
Personalprozesse auf die eigenen Mit-
arbeiter verlagert. Jeder Beschäftigte,
berichtete die Süddeutsche Zeitung En-
de 2011, legt sein Gehalt selbst fest und
entscheidet auch darüber, wann und wie
lange er oder sie in Urlaub geht. Aller-
dings müsse jeder seine Entscheidungen
vor den Kollegen rechtfertigen können,
erklärte der Managing-Partner Benno
Löffler in dem Interview. Jeder darf alle
Bücher einsehen und weiß, wie es um
die Firma steht. Das Ergebnis ist völlige
Transparenz undMitarbeiter, die sichmit
ihrem Job klar identifizieren und denen
das Wohl der Firma und der Klienten am
Herzen liegt. Nur durch diese Bindung
kann „Crowdsourcing“ in Unternehmen
auch wirklich funktionieren.
Simone Janson
ist Expertin für digitale
Berufsfelder am Institut für Kommunikation
in sozialen Medien.
Karsten Wenzlaff
ist Herausgeber des
Crowdsourcing-Reports 2012.
Jörg Eisfeld-Reschke
ist Herausgeber
des Crowdsourcing-Reports 2012.
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Zeugniserstellung
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„Crowdsourcing“ heißt, Arbeitsprozesse
an einen Schwarm auszulagern.