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Szene
_recruiting
Aufholen mit den richtigen Leuten
Praxis.
Auch Formel-1-Teams stehen vor Herausforderungen wie ganz „normale“ Un-
ternehmen. Dazu gehört das Recruiting von Mitarbeitern mit der richtigen Einstellung.
gespräch. Dieses fand am Dienstag statt.
Und noch am selben Tag, gegen 16.30
Uhr, bekam er die Stellenzusage.
Ähnlich dynamisch war sein Start
beim Formel-1-Team Marussia. Er fing
an einem Montag an, als das übrige
Team schon zum Rennen nach Monaco
abgereist war. Ein Kollege musste aber
aus privaten Gründen am Montagabend
zurückreisen. Matthew Dickensen stieg
also am Dienstag in den Flieger und war
gleich am darauffolgenden Rennwochen-
ende beim Reifenwechsel während des
Boxenstopps im Einsatz. Den Schritt
in die schnelllebige Formel 1 bereut er
nicht, auch wenn die Arbeitstage manch-
mal recht lang werden. „Es war die rich-
tige Entscheidung“, sagt er heute. „Es ist
eine komplett andere Art zu arbeiten.“
Die richtige Einstellung ist alles
Außerhalb der Rennwochen ist Matthew
Dickensen am Hauptquartier des eng-
lisch-russischen Teams im britischen
Banbury tätig. In den Rennwochen heißt
es meist von Montag bis zum Rennsonn-
tag an den Rennstrecken rund um die
Welt zu arbeiten. Dieses hohe Reisepen-
sum und den Stress und das Adrenalin
während der Rennen muss man mögen.
Von
Daniela Furkel
(Red.)
D
as erste Formel-1-Rennen, das
er live hinter den Kulissen mit-
erlebte, war der Große Preis
von Monaco am 27. Mai 2012.
Matthew Dickensen hatte zuvor in einem
Unternehmen in der Verbundwerkstoff-
industrie gearbeitet. Als ein Freund ihm
von der Online-Stellenanzeige des Teams
Marussia berichtete, entschied er sich,
das Bewerbungsformular auszufüllen.
Das war ein Mittwoch. Dann ging alles
sehr schnell. Bereits am Freitag erhielt
er die Einladung zu einem Vorstellungs-
Matthew Dickensen ist seit Mai 2012 beim Formel-1-Team Marussia im Einsatz – den Job fand er über die Online-Ausschreibung.
© daniela furkel