Immobilienwirtschaft 1/2026

Menschen & Märkte Kolumne Als 16-jähriger Austauschschüler kam ich 1978 zum ersten Mal nach New York. Schon von Weitem türmte sich die gelbbraune Dunstglocke hoch in den Himmel. Wir fuhren kilometerlang durch Straßen mit verrußten Ruinen ausgebrannter Häuser. Ich erinnere mich an eine heruntergekommene Stadt, voller cooler Typen, aber pleite und gefährlich für Leib und Leben. Im November 2025 besuchte ich als Teil der Delegationsreise des Network for Architecture Exchange wieder New York City. Auf den Straßen kommen mir immer wieder selbstbewusste uniformierte Männer entgegen. Polizisten, Security, Firemen stehen fast an jeder Ecke: „Move on!“ Auch in den Bars, Cafés und Restaurants sind die bewegten Bilder junger, muskulöser Sportler, die in Großaufnahme übereinander herfallen, unvermeidlich. Eine offensive Form von Männlichkeit, in Europa deutlich weniger präsent. In der deutschen Außenhandelskammer beschwichtigt Susanne Gellert die alarmierten Deutschen: „Sechs-Monats-Präsident“. Der deutsche Vize-Generalkonsul verwirrt mich mit seiner Begeisterung: „America is back“. Und motiviert die Neuankömmlinge: „Keiner wartet hier auf uns.“ Aber die meisten Sachen aus Deutschland seien kaum anderweitig verfügbar, sodass die Zölle weitergegeben werden könnten. FURCHTLOS IN MANHATTAN Der UMBAU zu Wohnungen scheint eine gute Lösung zu sein, kommt aber nur schleppend voran. Denn auch in den USA sind das komplexe Vorhaben, die detaillierte Beschäftigung und technisches Know- how erfordern.

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