Immobilienwirtschaft 3/2026

Sanieren funktioniert dort, wo Abweichungen früh erkannt, digital erfasst und in Aufmaß, Werkplanung und Montagekonzept berücksichtigt werden. Madaster, eine digitale Plattform für Material- und Gebäuderessourcenpässe, definiert serielles Sanieren nicht nur als Beschleuniger für energetische Sanierung, sondern durch digitale Gebäuderessourcenpässe auch als Hebel für zirkuläres Bauen. „Durch industrielle Vorfertigung, digitale Planung und wiederholbare Bauteilsysteme entstehen die Voraussetzungen, Materialien systematisch zu dokumentieren, Rückbau mitzudenken und Wiederverwendung planbar zu machen“, so Franziska Albrecht, Head of Communications. Bis 2030 erwartet Rapscher, dass serielles Sanieren „einen substanziellen Beitrag leisten wird, um die Sanierungsquote zu erhöhen“. Neben vollständigen Sanierungen würden serielle Einzelmaßnahmen wichtiger: vorgefertigte Fassadenelemente, Technikmodule oder Wärmepumpenlösungen für teilmodernisierte Gebäude. Auch bei Aufstockungen und Umwidmungen könnten seriell vorproduzierte Elemente wichtiger werden. Mit anderen Worten: Aus dem Takt einzelner Projekte muss ein Rhythmus für ganze Bestände werden. MEHRFAMILIENHAUS IN MÖNCHENGLADBACH Die Zeppelinstraße zeigt den klassischen Anwendungsfall. Saniert wurde ein dreigeschossiger Gebäuderiegel aus den 1950er Jahren mit 47 Wohnungen. Laut Energiesprong sank der Energieverbrauch von mehr als 250 auf weniger als 50 kWh/m²a. Die Baukosten lagen bei 4,6 Millionen Euro. Die Planung der ersten Fassade dauerte 40 Tage, die der zweiten nur noch vier. Die Lernkurve: Der große Effekt entsteht nicht beim Einzelobjekt, sondern durch Wiederholung. 33 Kosten von Folgeprojekten sanken gegenüber Pilotprojekten um 33 Prozent, während der Baukostenindex im gleichen Zeitraum um 40 Prozent stieg. Quelle: Evaluation von 2025 der Deutschen Energie-Agentur (dena) Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Ihre Immobilien. minol.de Minol bietet Wohnungsunternehmen, Verwaltern und Vermietern alles, was sie für eine 360-GradModernisierung ihrer Immobilien brauchen: Von der digitalen Messtechnik und der Abrechnung gemäß der aktuellen Heizkostenverordnung (HKVO) über das Energiemonitoring und Energieeffizienzlösungen bis hin zu innovativen Angeboten für Mieterstrom. Innovative Lösungen für die Immobilie der Zukunft.

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