der nutzerfreundlichen und transparenten Digitalisierung und dem guten Management von Mieter- und Vermieterbeziehungen. Mit der Eigentümer-App habe man diesen Schritt intern schon vor mehreren Jahren angestoßen und werde in den nächsten Monaten die Prozesse und Abläufe in einem umfassenden, erweiterten Digitalisierungsprojekt weiter ausbauen. Das Unternehmen aus München hat in erster Linie Kapitalanleger im Blick. Fuchs: „Die Zeiten sind nicht nur herausfordernd, sondern bieten auch große Chancen, die Kommunikation zwischen Hausverwaltung, Mietern und Vermietern dank smarter Digitalisierungslösungen zu vereinfachen.“ Seit 1822 ist das Hausverwaltungs- und Maklerunternehmen M.J. & M.E. Strokarck in Hamburg tätig. Jürgen Strokarck als Mitgeschäftsführer ist in der fünften Generation für seine Klientel da. Mit seiner Nichte Christine Strokarck wird die Familientradition seit geraumer Zeit in nun sechster Generation fortgesetzt. Das Verwalten ist den Strokarcks in die Wiege gelegt worden. Mit aktuell 203-jähriger Firmengeschichte zählt M.J. & M.E. Strokarck zu einem der ältesten familiengeführten Unternehmen in der Hansestadt Hamburg. Im Fokus stehe dabei, so Jürgen Strokarck, insbesondere die Betreuung privater Verwaltungskunden, unabhängig davon, ob ein kleineres Zinshaus, ein Bürohaus oder umfangreicherer Grundbesitz. Über das Onlineportal Homecase haben Hauseigentümer bei Strokarck Zugriff auf wichtige Unterlagen wie ihre Abrechnung und weitere wichtige Dokumente, Mieter können Verträge und ihre Betriebskostenabrechnungen einsehen und auf kurzem Weg kommunizieren. Die WEG-Verwaltung werde geprägt durch gute Zusammenarbeit zwischen Wohnungseigentümern, Beiräten und Verwaltung. Als gerne angenommener Service habe sich für ein größeres WEG-Objekt ein nahezu monatliches regelmäßiges Treffen nicht virtuell, sondern real am entsprechenden Objekt herausgestellt. Hier könne man die dringenden Fragen direkt Auge in Auge miteinander besprechen, so Strokarck. MASSIVE ZEITERSPARNIS Die Zukunft liegt zweifellos in der Digitalisierung. Die Kosten für die Verwaltung lassen sich auf lange Sicht teilweise in etwa halbieren. So entsteht Spielraum für eine gesellschaftliche Chance: die Stärkung der Hausgemeinschaften. Die Sterr GmbH spart nach eigenen Angaben mit dem Anbieter casavi bis zu 75 Prozent Zeit. Bei immobecker GmbH habe man den Wandel zur vollständigen Digitalisierung gemeistert und die Bearbeitungszeiten halbieren können. Nahlenz fasst das Prinzip zusammen: 'Hausverwaltung goes Community Management' heiße, dass in funktionierenden Hausgemeinschaften zu leben nicht nur schöner ist, sondern auch die Instandhaltungskosten dadurch sinken. Das Motto: „Wer seine Nachbarschaft mag, der pflegt sie auch.“ Die Digitalisierung ist demnach zugleich eine Investition in den Wert der Gemeinschaft wie in den Wert der eigenen Immobilie. Nahlenz komplexer. Juristischer, kaufmännischer und technischer Sachverstand seien nötig, außerdem eine gehörige Portion Sozialkompetenz, denn hinter den Objekten aus Stein stünden immer die Menschen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen. GUTER DRAHT ZUM VERWALTUNGSBEIRAT Ob Selbstnutzer oder Kapitalanleger mache in der Form der Betreuung schon einen Unterschied, so Nahlenz. Während für Anleger vor allem nüchternes Zahlenwerk zähle, suchten die Nutzerinnen und Nutzer ihrer eigenen Immobilie häufig den persönlichen Austausch in Alltagsfragen. Das sind laut Nahlenz oft banale Dinge wie der grillende Nachbar auf dem Balkon, die zu laute Party oder die ständig belegte Wäscheleine im Waschraum. Hilfreich sei zudem generell der gute Draht zum Verwaltungsbeirat als Sprachrohr der Gemeinschaft. Wer als Eigentümergemeinschaft die Preise drücken will, zahlt nach der Erfahrung von Nahlenz am Ende drauf. Der Markt sei zudem so, dass im Sinne funktionierender, fachlich unangreifbarer Dienstleistungen die Verwaltung tunlichst „gepflegt“ werden sollte. Am Ende gelte heute, „dass, wer billig kauft, am Ende zweimal zahlt“. SMARTE DIGITALISIERUNGSLÖSUNGEN Wentzel Dr. gehört mit ca. 4.300 Mitarbeitenden neben der städtischen Saga zu den größten Verwaltern in Hamburg. „Datensicher, rechtskonform und made in Germany“, verspricht der Softwareanbieter vulcavo aus dem Kölner Raum seinen Kunden. Einer von ihnen ist Carsten Jonas, Geschäftsführer bei Wentzel Dr. und dort erster Ansprechpartner bei den Themen WEG-Verwaltung und Immobilien im Privatvermögen. Das Start-up vulvaco begann 2018 unter dem Namen smarteins und wurde über den Kunden Pandion schnell zu einem unabhängigen Tool für Hausverwaltungen. Offizieller Kooperationspartner ist der VDIV. Die Zukunft der Hausverwaltung liegt nach Aussage von Stefan Fuchs von Domicil eindeutig in „'HAUSVERWALTUNG GOES COMMUNITY MANAGEMENT' HEISST, DASS IN FUNKTIONIERENDEN HAUSGEMEINSCHAFTEN ZU LEBEN NICHT NUR SCHÖNER IST, SONDERN AUCH DIE INSTANDHALTUNGSKOSTEN DADURCH SINKEN.“ Peter Nahlenz, BVI-Vorstandsmitglied, Heppenheim 84 · Immobilienwirtschaft · 04 / 2025 Verwaltung & Vermarktung Community-Management
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