Seite 49 - DIE_WOHNUNGSWIRTSCHAFT_2015_01

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neu gebautenWohnungen würden, den Vorgaben
des Bündnisses entsprechend, als Sozialwohnun-
gen und verteilt über das gesamte Stadtgebiet
errichtet. Generell müsse beimWohnungsneubau
das Nebeneinander verschiedener Nutzungen wie
Wohnen, Arbeiten und Einkaufen zukünftig wie-
der stärker berücksichtigt werden. Zudem gebe
es in Deutschland überall Möglichkeiten, neuen
Wohnraum zu schaffen. Dabei müsse auch zuneh-
mend an das Thema Verdichtung der Stadtzentren
gedacht werden, wie es in anderen Metropolen
der Welt bereits lange der Fall sei. Die Politik und
der GdW seien sich jedenfalls in vielen Punkten
sehr einig – insbesondere dahingehend, dass mehr
bezahlbarer Wohnraum in der Stadt dringend not-
wendig sei.
„Der politische Wunsch nach mehr Energieeffizi-
enz imGebäudebestand, nachmehr regenerativer
Energieerzeugung, nach mehr Sicherheit in allen
Bereichen, hat mittlerweile zu Neubau- und auch
Modernisierungskosten geführt, die von breiten
Bevölkerungskreisen als Miete kaum oder nicht
mehr bezahlt werden können“, sagte GdW-Prä-
sident Axel Gedaschko in seiner Grundsatzrede.
Wohnungsunternehmen, die sich den enormen ak-
tuellen Herausforderungen bei der Schaffung be-
zahlbarenWohnraums mit viel Engagement stell-
ten, gerieten dabei bisweilen ungerechtfertigt ins
Kreuzfeuer: „Diejenigen, die ganz banal das tun,
was sich Kommunen und die Regierungen in den
Ländern und im Bund an Investitionen dringend
wünschen, also altersgerechten Umbau, energe-
tische Sanierung, barrierefreien Neubau, werden
hinterher für die absolut notwendigen Kostenstei-
gerungen zunehmend erst an den medialen und
dann an den politischen Pranger gestellt“, kriti-
sierte er. Wer jedoch politisch fordere, dass von
all demmehr gemacht wird, ohne dass die Mieter
überfordert werden, müsse eine Fokussierung
auf die Maßnahmen vornehmen, die in der Breite
mit dem geringsten Mitteleinsatz den inhaltlich
und wirtschaftlich besten Erfolg für Mieter und
Vermieter zeigen, so Gedaschko. Die Wohnungs-
wirtschaft habe große Hoffnung, dass das Bündnis
für bezahlbares Wohnen und Bauen diese Ursachen
nicht nur sehr schnell in den Blick nimmt, sondern
auch zu einer Lösung führt. Man werde sich hier
soweit wie möglich einbringen. „Nur halb so viel
politisches Engagement wie beim Klimaschutz“ ,
so der GdW-Chef, sei beimaltersgerechten Umbau
schon ein Gewinn.
Angesichts des Zukunftsthemas Digitalisierung
warnte er, dass Kundendaten und der richtige Al-
gorithmus heute die Goldadern des Wettbewerbs
seien. Die Wohnungswirtschaft lege daher „ext-
remen Wert darauf, dass die Daten aus dem Haus
im Haus bleiben“.
Seit 90 Jahren steht der GdW Bundesverband mit seinen rund 3.000 Wohnungsunternehmen
für gutes, sicheres und bezahlbares Wohnen. Die Mitgliedsunternehmen bieten rund 13 Mio.
Menschen mehr als nur ein Dach über dem Kopf.
Das Gründungsdatum des GdW markiert am 21. Juli 1924 die Entstehung des „Hauptverbandes
Deutscher Baugenossenschaften“ in Erfurt. Damit existierte in der Weimarer Republik die erste
deutschlandweite Interessenvertretung für Wohnungsgenossenschaften. Vor 65 Jahren wurde
die zuvor in „Gesamtverband gemeinnütziger Wohnungsunternehmen e. V.“ umbenannte
Organisation auf das Gebiet der kurze Zeit später gegründeten Bundesrepublik Deutschland
ausgedehnt. Damit war der erste bundesweite Interessenvertreter für die gesamte Wohnungs-
wirtschaft – also Wohnungsunternehmen verschiedener Rechtsformen – entstanden. Der Fall
der Berliner Mauer vor 25 Jahren markierte auch für die Wohnungswirtschaft einen histori-
schen Meilenstein: Die ostdeutschen Wohnungsunternehmen wurden Teil der Verbandsorgani-
sation und schufen damit die Voraussetzung für den deutschlandweiten und flächendeckenden
Wirkungskreis des GdW. Gemeinsam mit seinen Regionalverbänden setzt er Trends und bildet
Meinungen – in Deutschland wie in Europa.
Anlässlich des 90. GdW-Jubiläums ist die Chronik
„90 Jahre
Die Wohnungswirtschaft – Die Geschichte des GdW und
seiner Vorläuferverbände“
erschienen.
Wohnungsunternehmen aus der GdW-Familie haben dazu ihre
schönsten Aufnahmen aus 90 Jahren Wohnungswirtschaft und
mehr zur Verfügung gestellt.
90 JAHRE GDW DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT
90 Jahre
Die Wohnungswirtschaft
Die Geschichte des GdW und
seiner Vorläuferverbände
Quelle: GdW
Quelle: Vivawest
Quelle: SBV Dortmund
Weitere Informationen:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt und Management
Stadtbau und Stadtentwicklung
Die 1914-1924 erbaute Siedlung Neuer Graben in
der Dortmunder Althoffstraße um 1926
Das sog. Bauhauskarree in der Duisburger
Kampstraße
Die neuesten Infos aus der Wohnungswirtschaft kompakt auf einen Blick –
jederzeit und egal, von wo. Ob zu Hause oder von unterwegs. Das bietet die
brandneue WohWi-App des GdW für Smartphones. Die App ist sowohl für
Android-Geräte als auch für iOS-Geräte verfügbar und gratis im Google-
Play-Store (Android) oder „App Store“ (iOS) erhältlich. In der App gibt es
alle aktuellen Meldungen rund um den GdW und seine Regionalverbände
– von fachlichen Stellungnahmen und Positionspapieren über Pressemittei-
lungen bis hin zu Kurzfilmen des GdW-Youtube-Kanals.
Die WohWi-App zum Download ist unter diesen QR-Codes bzw. Links erhältlich:
Apple iOS – iTunes App Store:
com/de/app/wohwi-app/
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Google Play – Android App Store:
store/apps/details?id=com.
wohwiapp.app
WOHNUNGSWIRTSCHAFT MOBIL: DIE NEUE WOHWI-APP