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1|2015
MARKT UND MANAGEMENT
GdW-Präsident wiedergewählt
Zuvor war Axel Gedaschko in der Delegierten-
versammlung vorzeitig und mit deutlicher Mehr-
heit von 98% für weitere fünf Jahre im Amt des
GdW-Präsidenten bestätigt worden. Die zweite
Amtsperiode beginnt Anfang 2016. Der frühere
Hamburger Senator, der seit 2011 an der Spitze
des größten wohnungswirtschaftlichen Verban-
des steht, bedankte sich bei seinen Mitgliedern
für das Vertrauen. „Gemeinsam ist es uns in den
letzten Jahren gelungen, den GdW auf seinem
hoch erfolgreichenWeg als stärkster Verband der
Wohnungswirtschaft weiterzuführen“, erklärte
er. Der GdW-Präsident werde in seiner nächsten
Amtsperiode sein Hauptaugenmerk verstärkt auf
investitionsgerechte Bedingungen für die rund
3.000 Verbandsmitglieder legen.
Die Delegiertenversammlung wurde beim dies-
jährigen Tag der Wohnungswirtschaft erstmalig
von Franz-Bernd Große-Wilde – seit 2006 Vor-
standsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG
in Dortmund – geleitet, der im September 2014
zum neuen Verbandsratsvorsitzenden des GdW
gewählt wordenwar. Er freue sich sehr auf die wei-
terhin konstruktive Zusammenarbeit mit Franz-
Bernd Große-Wilde, erklärte GdW-Präsident Axel
Gedaschko.
„Seit 1924 haben hunderte von engagierten Mit-
arbeitern des Verbands daran gearbeitet, mög-
lichst gute Rahmenbedingungen für eines der
wichtigsten Themen im Leben eines Menschen –
das Wohnen – zu gewährleisten“, so Gedaschko im
Hinblick auf das Jubiläum des GdW (siehe Kasten
auf S. 47 oben). „Mit seinem Erfahrungsschatz
bündelt er als das Sprachrohr der deutschenWoh-
nungswirtschaft stets die wohnungswirtschaftli-
che Kompetenz und deren Meinung.“
Tradition trifft Zukunft:
Neue App, neues Erscheinungsbild
Die Wohnungswirtschaft verknüpft seit jeher die
Tradition von gutem Wohnen mit den innovati-
ven Trends der Zukunft. Beim diesjährigen Tag
der Wohnungswirtschaft konnte GdW-Präsident
Axel Gedaschko bedeutende Neuerungen prä-
sentieren:
Ab sofort bringt der GdW in der kostenlosen
„WohWi-App“ alle wichtigsten aktuellen Infos
der Branche kompakt und auf einen Blick aufs
Smartphone (siehe Kasten auf S. 47 unten).
Frisch und rundum erneuert wurde auch das Er-
scheinungsbild - die sog. Corporate Identity - der
Wohnungswirtschaft imGdW. Erstmals wird sich
der regional stark aufgestellte Spitzenverband
gemeinsam mit seinen Regionalverbänden mit
einem einheitlich gestalteten Logo und Claim als
Dachmarke „Die Wohnungswirtschaft“ präsen-
tieren. Beim Tag der Wohnungswirtschaft gab
der GdW-Präsident den Startschuss für das ein-
heitliche, regional anpassbare Erscheinungsbild,
das der Wohnungswirtschaft ab dem kommenden
Jahr einen noch höheren Wiedererkennungswert
verleihen wird.
Lustiges Leben im Alter
Eine gute Nachbarschaft sei beimThemaWohnen
das Wichtigste überhaupt, insbesonderemit Blick
auf den demografischenWandel, stellte der Jour-
nalist Dr. Hajo Schumacher fest. In einem launigen
Vortrag zu seinemneuen Buch „Restlaufzeit –Wie
ein gutes, lustiges und bezahlbares Leben imAlter
Manfred Sydow, Axel Gedaschko, Ingo Malter und Dr. Hajo Schumacher (v. l.) sprechen über
die Geschichte und Zukunft des Wohnens
Quelle: GdW, Foto: Andrew Grauman
Über 21.000 € an Spenden kamen zum Tag der Wohnungswirtschaft für die Entwicklungszu-
sammenarbeit der Wohnungswirtschaft und die Hilfsprojekte der brancheneigenen Fachorga-
nisation DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V.
zusammen. Allein der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland spendete insgesamt 15.000 € –
überreicht durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Manuel Cubero. Kabel Deutschland hat damit
seit 2005 insgesamt bereits mehr als 179.000 € für die Entwicklungszusammenarbeit der
Wohnungswirtschaft gespendet.
Zudem kamen über 6.000 € im Rahmen einer großen Tombola bei der Abendveranstaltung
zum Tag der Wohnungswirtschaft hinzu. Die Spenden dienen dem Bau eines Wohnheims in der
ugandischen Hauptstadt Kampala, in dem wohnungslose, verwaiste, aus verarmten Familien in
Kampala und Umgebung stammende Mädchen ein Obdach in der Nähe ihrer Schule finden. Die
Partnerorganisation vor Ort „Little Sisters of St. Francis“ betreut derzeit 215 Kinder vollständig
mit Unterkunft und Verpflegung. Die derzeitige Unterkunft – eine provisorische Konstruktion
von 1994 – ist zu beengt und in einem schlechten baulichen Zustand. Die Spender tragen dazu
bei, dass die Partnerorganisation die Straßen- und Waisenkinder vor Ort betreuen und ihnen den
Schulbesuch ermöglichen, sie für eine weiterführende Schulbildung qualifizieren, den Zugang
zu einer berufsbildenden Qualifikation eröffnen und damit die Voraussetzung für eine wirt-
schaftliche Selbständigkeit schaffen kann.
SPENDEN AN DIE DESWOS FÜR STRASSENKINDER IN UGANDA
Werner Wilkens und Astrid Meinicke
präsentierten die Arbeit der DESWOS
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