43
1|2015
Überseestadt Bremen
Günstig wohnen in der Marcuskaje
Die GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen kauft zwei weitere
Wohnhäuser in der Bremer Überseestadt von der Firma Justus Grosse Projekt-
entwicklung GmbH. Die Gebäude sind Teil des gemeinsamen Bauvorhabens
Marcuskaje, das u. a. vier Wohnhäuser umfasst. Von den insgesamt 250 Woh-
nungen werden rund 60% öffentlich gefördert, die Nettokaltmiete beträgt
hier 6,10 €/m
2
, bei den freifinanzierten Wohnungen sind es 9,70 €/m
2
. Die
ersten beiden Gebäude hatte die GEWOBA bereits vor dem Baustart im Juli
2014 übernommen. Nach der Fertigstellung 2016 übernimmt die Gesell-
schaft zusätzlich zu den 151 geförderten auch 99 frei finanzierte Mietwoh-
nungen sowie 66 Tiefgaragenstellplätze in die langfristige Bewirtschaftung.
„Das Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, denen die Mieten in
direkter Wasserlage zu hoch erscheinen, andererseits aber über der Berech-
tigungsgrenze für eine geförderte Wohnung liegen“, sagt Manfred Corbach,
Leiter der GEWOBA Immobilienwirtschaft. Die geplanten 1- bis 4-Zimmer-
Wohnungen werden zwischen 35 und 97 m
2
groß sein.
GBG
Geschäftsführerwechsel
Karl-Heinz Frings
(re.) ist seit Oktober
2014 Geschäfts-
führer der GBG –
Mannheimer Woh-
nungsbaugesell-
schaft mbH (GBG).
Bis Ende 2014 lei-
tete er gemeinsam
mit dem bisherigen Geschäftsführer
Wolfgang Bielmeier
das kommunale
Wohnungsunternehmen. Bielmeier verabschiedet sich zum Jahresende in
den Ruhestand. Karl-Heinz Frings war von 2007 bis 2013 Geschäftsführer
der DSK Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft.
Weitere Informationen:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt und Management
Stadtbau und Stadtentwicklung
Weitere Informationen:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt und Management
Stadtbau und Stadtentwicklung
So werden die Wohnhäuser in der Marcuskaje aussehen
Quelle: GEWOBA
VNW / vdw Niedersachen und Bremen
2. Norddeutscher Mietrechtstag
„Mietrecht in der Zange von Rechtsprechung und Politik“ – unter diesem
Motto fand am 10. November 2014 in Lübeck der 2. Norddeutsche
Mietrechtstag statt. Der Mietrechtstag, der vom Verband norddeutscher
Wohnungsunternehmen e. V. und dem Verband der Wohnungs- und
Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e. V. veranstaltet
wird, wurde von VNW-Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege vor über
120 Gästen eröffnet. Wege übte zuerst Kritik am Gesetzgeber. Große
Unsicherheit herrsche über die in Deutschland ins BGB umgesetzte EU-
Verbraucherrechterichtlinie, die auch im Mietrecht zum Tragen komme.
Ohne juristisches Know-how ließe sich angesichts der immer komplizier-
ter werdenden Materie keine Wohnung mehr vermieten.
Die aktuelle Rechtsprechung des BGH wurde von der Vorsitzenden des VIII.
Zivilsenats, Dr. Karin Milger, dargestellt. Sie erläuterte u. a. die Probleme
der Untervermietung sowie einen Fall von Falschangaben des Mieters bei
Vertragsschluss, bei dem eine gefälschte „Vorvermieterbescheinigung“
einen Kündigungsgrund für den Vermieter darstellt.
VNW-Justiziar Reiner Maaß gab mit Blick auf die sog. Mietpreisbremse
einen Überblick über die Mietpreisbildung in Deutschland seit Gründung der
Bundesrepublik, bei der es ebenfalls Mietstopps und Mietgrenzen gab. Auch
in anderen Ländern seien Mietdeckelungen abgeschafft worden, nachdem
man festgestellt habe, dass durch staatlich regulierte Mieten das Ziel, die
Versorgung mit günstigemWohnraum, nicht erreicht werde.
Dr. Matthias Meyer-Abich vom Amtsgericht Hamburg lieferte einen
Überblick zu den Gebrauchsrechten des Mieters. Hierbei ging er auf die
Mietermodernisierung, die Rechte zur Gestaltung der Wohnung und die
übliche Wohnnutzung durch den Mieter ein. Dr. Beate Flatow, Vizepräsiden-
tin des Amtsgerichts Kiel,sprach über das Zusammenwirken von Mietrecht
und Sozialrecht am Beispiel der Kosten der Unterkunft. Heinrich Kleine
Arndt vom vdw Niedersachsen und Bremen erläuterte die Problematik der
„Rückflüsse“ bei Betriebskosten. Ferner referierte Rechtsanwältin Ruth
Breiholdt zum Thema „Räumungsprozess, Vollstreckung und Verfügung“
über die unterschiedlichen Räumungshindernisse und Schutzbedürfnisse
des Mieters.
Der 3. Norddeutsche Mietrechtstag findet am
16. November 2015
wieder
in Lübeck statt.
Weitere Informationen:
ng
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt und Management
Die Referenten des Mietrechtstags (v. l.): Dr. Matthias Meyer-Abich, Dr. Karin
Milger, Dr. Joachim Wege, Dr. Beate Flatow, Rainer Maaß, Heinrich Kleine Arndt
Quelle: VNW
Quelle: Jochen Resch
Quelle: Björn Brockt