nungen nicht mehr bezahlen. Der Preis war güns-
tig, denn die Gegend hatte einen schlechten Ruf.
„Das Projekt passte zu unserem Unternehmen,
das bereits in den 1950er-Jahren Flüchtlinge mit
Wohnungen versorgt hat“, sagt Marx.
Die SWG, die seit 2005 in Berlin tätig ist, benannte
das Gebäudeensemble nach Arnold Fortuin, einem
Priester, der sichwährend des Nationalsozialismus
für Sinti und Roma einsetzte und ein Lehrer von
BenjaminMarx war. Fortuins Konterfei ziert heute
die Fassade. ImAugust 2011 begann die einjährige
Sanierung – unter Einbeziehung der bisherigen
Bewohner und ohne sie zu vertreiben.
Verzahnung von Baulichem und Sozialem
Marx ließ zunächst den Müll wegschaffen und
stellte im Hof ein Zelt auf, in dem mit Dolmet-
schern Mietersprechstunden durchgeführt wur-
den. So gewann er das Vertrauen der Bewohner.
Es zeigte sich, dass die Mieter Probleme hatten,
die weit über das hinausgingen, was in einer nor-
malen wohnungswirtschaftlichen Verwaltung an
Arbeit anfällt. Also entschiedman sich, kostenlose
Beratungsangebote, Deutschkurse und Kurse, die
erklärten, wie Deutschland funktioniert, zu or-
ganisieren. Der Reinigungsfirma, die ihre Arbeit
nur sehr schlampigmachte, wurde gekündigt und
Roma übernahmen die Arbeiten – gegen Bezah-
lung. Wer über eine entsprechende Qualifikation
verfügte, wurde als Bauarbeiter vermittelt oder
von externen Dienstleistern für die Pflege der
Grünanlagen eingestellt.
Fassaden und Dächer wurden gedämmt, neue Bä-
der und Fenster eingebaut, Treppenhäuser
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Wir wissen also, was Mieter
glücklich macht.
Heute sehen die Gebäude in der Harzer
Straße wie normale Berliner Wohn-
häuser aus, überwunden ist ihre Zeit
als überbelegte Schrottimmobilien,
in denen Betten zu ausbeuterischen
Preisen vergeben wurden
Im Gebäudekomplex wurde für die Roma-Frauen eine Nähwerkstatt eingerichtet
In den Werkstatträumen entstanden auch die Plastikmöbel für den Hofbereich.
Schon vor der Eröffnung schaute GdW-Präsident Gedaschko (m.) auf der Baustelle vorbei